Auf dem 13. Krippenweg

vom 28. November (1. Advent) bis zum 6. Januar (Heilige drei Könige, Epiphanias)

In diesem Jahr ist so manches anders. Eine offizielle Einweihung mit Umzug, Glühwein und Bratwurst wird es nicht geben. Dafür lohnt sich die Wanderung auf dem Fellingshäuser Krippenweg schon ab dem 1. Advent

51 Krippen am diesjährigen Krippenweg – und los geht es am Sportlerheim, dann links herum zur Nr. 1
Wer kann dem Lächeln dieses freundlichen Krippenvaters
Friedel Winter widerstehen?

Eine kleine Gruppe von netten Menschen hatte sich am 21. November um 14.00 Uhr am Sportlerheim in Fellingshausen versammelt, um den gesamten Krippenweg abzugehen, den Zustand der Krippen zu begutachten oder selber eine zugeteilt zu bekommen. Es waren wenige dabei, die schon mal eine Krippe hatten, aber erfreulicherweise Neulinge aus den Nachbarorten Heuchelheim und Gießen. Sogar eine Grundschulklasse aus Linden wird eine Krippe aufbauen. Ihre Lehrerin war mit ihrer Tochter dabei wir haben einige Interviews gemacht, die Sie hier anhören können.

Fabian Sauer stellt sich vor
Die Menschen lauschen Friedels Erläuterungen; rechts:
diese alte Krippe wurde von Mutter Natur sehr schön gestaltet
Familie Sauer aus Heuchelheim
Zu Hause wurde von der ganzen Familie schon viel vorbereitet
Eine winzige Krippe, noch vom Vorjahr und leicht zu übersehen. Finden Sie sie?

Und damit er nicht verloren geht, hier noch einmal der Beitrag von Runa Steinmüller:

Nachtrag vom 4. 12. (Barbaratag): So langsam füllen sich die Krippen. Hier folgen Fotos der Krippe der Grundschulklasse 2A der Burgschule Linden. Die Krippe steht am Ende der Pfarrstraße.

Das Baugebiet „Dreispitz III – Erweiterung West“ umfasst die Areale „Auf der Dreispitz“ und „Auf der Weide“

Im Bürgerinformationssystem finden Sie die Angaben zur Beschlussvorlage: Baulandumlegung

Während der Bauausschusssitzung vom 18. Nov. 2021, bei der es zunächst nur um die Baulandumlegung-wirtschaft.hessen ging, stellte die Firma Weimer aus Lahnau, die die Ausschreibung des Gemeindevorstandes für die Erschließung des Baugebietes für sich entscheiden konnte, erste Ideen für die Gestaltung der Straßenführung und Aufteilung des Areals vor.
Unter reger Beteiligung von Bürgern, für deren Mitsprache die öffentliche Sitzung von der Vorsitzenden Barbara Lindemann (CDU) mehrfach unterbrochen wurde, kamen Bedenken und Bürgerwünsche zur Sprache. Die Anregungen wurden von den Vertretern der Baufirma für eine Überarbeitung des Planes aufgenommen, denn ihr Entwurf hatte sich zunächst an die Vorgaben aus der Ausschreibung orientiert.
So wurden in dem Gebiet Baugrundstücksgrößen von 300 – 500 m² geplant, um möglichst vielen Familien die Möglichkeit zu einem Eigenheim zu ermöglichen, ohne einen allzu hohen Flächenverbrauch und damit Verlust an landwirtschaftlich genutzter Fläche. Dabei waren im Plan zunächst sowohl 9,50 m hohe Einfamilien– als auch Doppelhäuser (10,50 m hoch) oberhalb der B 353 zwischen Fellingshausen und Bieber gezeichnet. Außerdem soll es ein Mehrfamilienhaus oberhalb und weitere fünf Mehrfamilienhäuser (bis zu 14 m hoch) unterhalb der Straße in 2 – 3-geschossiger Bauweise mit Staffelgeschoss, als einer 4. Etage geben. Ein Gebäude davon soll ein Haus für Gemeinwesenarbeit werden. Auch ein Blockheizkraftwerk für eine zentrale Nahwährmeversorgung ist im Gespräch; ebenso wie vorgeschriebene Solarmodule und ein Verbot von Schottergärten.
Schattenwurf und die Dachform wurden diskutiert, da den früheren Bauherren neben dem neuen Baugebiet damals strenge Auflagen gemacht wurden. Besonderes Missfallen bei den Bürgern aber erregte die Idee einer geschlossene Front an Doppelhäuseren und Garagen im Anschluss an das bestehende Baugebiet und eine fehlende Möglichkeit, die zuvor von der Gemeinde geforderten Hecken an der Grundstücksgrenze beidseitig zu pflegen. Ein Weg – auch als Fußweg zum Seniorenzentrum „Am Keltentor“ – wäre hier eine Möglichkeit. Im Baugebiet sind Straßen mit beiderseitigen Bürgersteigen, Parkbuchten und Bäumen im Versatz angedacht; wobei die bereits bestehenden Anschlussmöglichkeiten zum alten Baugebiet verbunden werden sollen.
An der B 353 soll ein Fußgängerübergang sowie Bürgersteige in Richtung Dorf entstehen. Die Anbindung unterhalb der B 353 mit Parkmöglichkeiten für die Mehrfamilienhäuser soll Plätze für Carsharing-Autos beinhalten und eine Verbindung zu einer vom Ortsbeirat beantragten Entlastungsstraße Richtung Rodheimer Straße bieten.

Siehe auch unseren Beitrag vom Januar 2021:
https://nachrichten.biebertaler-bilderbogen.de/wp-admin/post.php?post=6321&action=edit

Wohn- und Pflegezentrum „Am Keltentor“ Fellingshausen

Am  Von dem TEAM In DünsbergFellingshausenGewerbeInformativesInfrastrukturVeranstaltungen

Das bisherige Hotel „Am Keltentor“

Nachdem im Ort lange über mögliche Verwendungen des inzwischen geschlossenen Hotels „Am Keltentor“ spekuliert wurde, stellte Kai Bülow am 18. November 2021 im Bauausschuss der Gemeindevertretung die Idee zum Projekt „Wohn- und Pflegezentrum „Am Keltentor“ vor.
Bülow ist der geschäftsführender Gesellschafter des neuen Eigentümers des Areals: Depant Bauträger GmbH & Co. KG
Das geplante Seniorenzentrum soll nach Aussagen vom Herrn Bülow, ein offenes Haus der Begegnung werden.
Eine für alle zugängliche, tags geöffnete, Restauration ist z.B. auf der Terrasse des Hauses rechts im Bild geplant, ebenso wie ein Spielplatz für Kinder auf der rechten Seite im Plan unten zu sehen.

Der Bebauungsvorschlag des privaten Investors Depant für das neue Haus „Am Keltentor“
https://sessionnet.krz.de/biebertal/bi/getfile.asp?id=47055&type=do

Nachdem die bestehenden Gebäude abgerissen wurden, sollen, nach den Vorstellungen der Firma Depant, in dem neuen großen Gebäuden rechts im Bild 80 vollstationäre Pflegeplätze, incl. Wäscherei, etc., Küche und Speisesaal entstehen. Im linken Haus soll in voraussichtlich 2-Zimmer-Wohnungen betreutes Wohnen für 10 bis 14 Personen räumlich wie inhaltlich mit den Angebotenen im anderen Haus verbunden.
Der Betreiber der Einrichtung war beim jetzigen Stadium der Planungen noch offen, obwohl bereits recht konkrete Gespräche mit potenziellen Betreibern geführt wurden.

Wichtig, auch für das Verständnis eines so großen Projektes am Dünsberg in der Bevölkerung waren hier Zahlen, die sich bei einer Bedarfsermittlung an Pflegeplätzen in Biebertal von aktuell 89 Pflegeplätzen und perspektivisch eher 110 bis 125 in den kommenden Jahren mit den demographisch geburtsstarken Jahrgängen ergaben.

Rede zum Volkstrauertag 2021

Sehr geehrte Anwesende,

nach einem Jahr Pause stehen wir heute wieder hier …
gedenken der Opfer der globalen Katastrophe des 20. Jahrhunderts,
des menschengemachten Desasters zweier Weltkriege.

2020 wurde diese Veranstaltung vorsorglich vermieden: Infektionsschutz!
Ein neuer Virus hatte sich mit den modernen Verkehrsmitteln rasant über den Globus ausgebreitet.
Auch aktuell steigen die Infektionszahlen rasant, so dass eine erhöhte Umsicht im Umgang miteinander anzuraten ist.

Weltweit sind diesem SARS-Cov-19-Virus bislang 5 Millionen Menschen zum Opfer gefallen.
Laut Ärtzeblatt mussten 2020/21 in Deutschland etwa 400.000 Covid-19-positive Fälle im Krankenhaus behandelt werden; wovon jeder 6. verstorben ist.
In Biebertal sind laut Gesundheitsamt Gießen 7 Menschen „an oder mit Corona“ gestorben.
Auch dieser Personen möchte ich heute gedenken.
In Fellingshausen sind wir zudem vom „Corona-Tod“ unserer beiden Chöre betroffen;
weshalb wir heute würdigend keinerlei musikalische Untermalung unserer Feier haben.  

In den beiden Weltkriegen  wurden ca. 80 Millionen Tote gezählt; so viele Menschen, wie heute in der Bundesrepublik leben.
Genauso viele Frauen, Männer und Kinder sind derzeit weltweit auf der Flucht – so viele, wie nie.
Die Menschen fliehen vor Gewalt und Krieg, vor Dürre und Hunger, vor Durst oder Überschwemmungen, vor Bränden und Stürmen, vor Armut oder Verfolgung …

Der „homo sapiens“, also die sich selbst als „verstehend und weise“ charakterisierende Art, ist offenkundig nicht so intelligent, wie man früher dachte:

In nur etwas mehr als 200.000 Jahren hat es unsere Art auf bald
8 Milliarden Exemplare gebracht … und damit das Gleichgewicht der Biomasse auf dem Planeten verschoben.
Allein z.B. die Zahl der Wirbeltiere auf der Erde wurde seit 1970 um 60 % reduziert.
Insgesamt haben wir für ein weiteres großes Massensterben der Arten in der Erdgeschichte gesorgt.

Nur 200 Jahre der Industrialisierung haben Mensch dafür gebraucht,
so viel fossile Bodenschätze zu verheizen und Methan freizusetzen, dass sich das Klima global verändert;
dass in absehbarer Zeit Bedingungen herrschen werden, die völlig andere sind, als heute!
Zunächst unbewusst, dann ganz bewusst – für kurzfristigen Profit -, führen wir Krieg gegen uns selbst,
zerstören unsere Lebensgrundlagen, die Vegetationszyklen und fordern die Anpassungsfähigkeit der Spezies heraus.
Jede und Jeder ist jetzt aufgefordert, seinen Beitrag beizusteuern, damit nachfolgende Generationen eine lebensfreundliche Umwelt vorfinden können und von Kriegen um Ressourcen verschont bleiben.

Ob wir als Art rechtzeitig begreifen, dass wir alle im gleichen kleinen Boot sitzen?
Ob wir fähig sind gemeinsam „verstehend und weise“ zu handeln, bevor sich die Welt gravierend umgestaltet?

Nach langen Jahren des Wohlstandes und vermeintlicher Sicherheit in unserer Komfortzone der westlichen Welt wird aktuell wieder bewusst, was Hermann Hesse (1877-1962) Anfang des letzten Jahrhunderts einmal sagte:
Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertrieben wurden“.

Lassen Sie uns daher heute bewusst erinnern und trauern,
um zukünftig Schlimmes zu verhindern!


Dieser Teil des Programms stammt von Dr. Lindemann, der als Ortsvorsteher den Reigen der Reden bei dieser Gedenkfeier eröffnete. Danach sprachen die Bürgermeisterin Ortmann, Pfarrerin Neugeborn und für die Vereinsgemeinschaft zur Kranzniederlegung Steffen Balser:


Volkstrauertag 14.11.2021

Wir gedenken heute den Opfern beider Weltkriege. Wir denken an die Soldaten, die an der Front gefallen sind, den unzähligen Menschen, die durch direkte Kriegshandlung getötet wurden, den zahllosen Opfern, die durch das NS-Regime ums Leben kamen und den Menschen auf der ganzen Welt, die durch Gewalt, Not und Elend ihr Leben ließen.

Auf den Gedenktafeln an der Wand stehen die Namen der Soldaten aus Fellingshausen, die für ihr Vaterland gekämpft und dabei ihr Leben verloren haben. Aber auch die Männer, die wieder nach Hause kamen, waren vom Krieg gezeichnet. Sie alle waren Soldaten, die sinnlos in den Krieg ziehen mussten, um politische Interessen durchzusetzen. Sie waren aber vorallem Ehemänner, Väter und Söhne, die ihre Familien verlassen mussten, um ihren Dienst fürs Vaterland zu tun.

Einen ganz anderen Dienst für ihr Vaterland verbrachte die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ um Hans und Sophie Scholl. Sie konnten nicht hinnehmen, wie die Nationalsozialisten Gewalt und Elend nach Deutschland und in die Welt brachten. Wenige junge Menschen, die sich einem ganzen Staat mit seinem Regime in den Weg stellen- das ist nicht nur unglaublich mutig, sondern auch ganz wertvoll.

Auch heute tobt noch Gewalt und Krieg in der Welt. Dies scheint für uns auf den ersten Blick weit weg zu sein. Aber wenn deutsche Rüstungsexporte in die Welt gehen, rechte Gewalttaten in Deutschland zunehmen, oder Menschen vor unserer Tür stehen, die zu Hause vor Krieg, Gewalt und Leid fliehen, sind wir nicht mehr nur Zuschauer auf dieser Weltbühne. Wir sind direkt beteiligt. Und so kann jeder von uns ein Stück „Weiße Rose“ sein. Setzen wir uns Hass und Gewalt entgegen, auch wenn es manchmal so scheint, als wären wir machtlos. Stehen wir auf für „ein neues geistiges Europa“ für „Freiheit und Ehre“, wie es im letzten Flugblatt der Widerstandsgruppe von 1943 heißt.

Also:
Sein wir ein Meer aus weißen Rosen, in dem die Zwietracht untergeht, 
für alle Menschen, die geflohen sind, ein Meer, in dem man nicht ertrinkt.
Sein wir die Welle, die voranrollt, mit einem tosend lauten Nein,
für unsere Freiheit, für den Frieden, für Liebe, Recht und Menschlichkeit.

Und zum Gedenken der Opfer beider Weltkriege und als Auftrag an uns gegen Hass aufzustehen, legen wir nun die Kränze nieder.

                                                                                                                      Steffen Balser

Wochenmarkt Fellingshausen: Team statt Einzelkämpfer?

Foto vom September 2012, dem 2. Jahr des Fellingshäuser Wochenmarktes – noch auf dem Gelände des ehemaligen REWE-Nahkauf. und Helmut Mattig ist von Anfang an dabei

Helmut Mattig sucht Nachfolger/innen
Es hat sich herumgesprochen, dass Helmut Mattig seine „hauptamtliche Wochenmarkt-Betreuung“ demnächst aufgeben möchte. Zirka 20 Jahre nach dem Beginn des normalen Rentenalters will er nun ein wenig kürzer treten. Helmut hat mit seinem Engagement für den Wochenmarkt Maßstäbe gesetzt, vor denen sich viele vielleicht fürchten. Aber es muss ja auch nicht eine einzelne Person sein, die den Markt koordiniert. Wie wäre es denn mit Arbeit im Team?Helmut Mattig hat aufgeschrieben, welche Aufgaben er regelmäßig ausführt.

Die beiden Fotos zeigen: Helmut Mattig ist von Beginn an dabei, aber auch noch am 450. Wochenmarkt 2021 ist er
“ die Seele vom Geschäft“.

Patricia Ortmann dankte Helmut Mattig (l.), und Friedel Winter (2.v.r.). Der neue Ortsvorsteher Alfons Lindemann (Mitte) will den Wochenmarkt ebenso unterstützen wie sein Vorgänger, Dieter Synowzik. Foto: Mattern, Gießener Anzeiger vom 16.5.2021

Ehrenamtliche Aufgaben im Marktteam/ Leitungsfunktion,
die auch durch mehrere Personen wahrgenommen werden können:

Wöchentliche aktuelle Informationen für die Biebertaler  Nachrichten – und gerne für den Bilderbogen!
Pflege unserer Wochenmarkt – Webseite.
Kontakte halten zu unseren Marktbeschickern. (familiär)
Helfer-Wechsel für den Auf- und Abbau des Markt-Cafés regeln
Wochenmarkt-Einkaufsgutscheine ausstellen und einlösen
Am Markttag Eingang zur Rodheimer Straße öffnen und schließen (Poller)
Aufsteller verteilen (Mittwoch und Donnerstag)

In Zeiten der Pandemie – diese Aufgaben werden hoffentlich nicht mehr lange nötig sein:
die Hygiene – Regeln überwachen,
Markteingänge (2) mit Desinfektionsmittel absichern,
Besucher –Kontrolle für das Markt – Cafe`

Versicherungsschutz durch neue Marktordnung ist gewährleistet.

Wer sich beteiligen möchte, kann dies Helmut jeden Donnerstag persönlich oder über Email mitteilen: helmut.mattig@freenet.de.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Fellingshäuser Ortsvorsteher Alfons Lindemann anzusprechen oder ihm zu schreiben:
info@lindemann-coach.de.

Sind Sie neu in Fellingshausen und kennen noch niemanden? Auf und mit dem Wochenmarkt kann sich das ändern, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Wer in Fellingshausen mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

Bitte nicht übersehen – hingehen!

Nach 130 Jahren ist Schluss

Ein Gastbeitrag von Gerold Rentrop

Fellingshausen und Biebertal verlieren nicht nur einen Kulturträger, sondern auch eine innerörtlich wichtige soziale Komponente: In der außerordentlichen Versammlung am 1. Oktober hat der Gesangverein „Concordia 1891 Fellingshausen“ beschlossen, den Chorgesang einzustellen. Ausschlaggebend dafür ist bei nach wie vor soliden wirtschaftlichen Verhältnissen die seit mehr als einem Jahrzehnt sinkende Anzahl von Aktiven in Fellingshausens ältestem Verein. Mit einer Tagesfahrt am 16. Oktober und einem noch nicht final terminierten gemeinsamen Nachmittag endet damit eine 130-jährige Ära.

Text und Bild: Gerold Rentrop

Pflanzentausch kam gut an

Petra Cohrt und Eveline Renell organisierten den Pflanzentausch

Auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt konnten am letzten Septembertag sowohl frisch gepresster Apfelsaft als auch Pflanzen erworben werden. So nach und nach wird das Angebot bekannt. 6 Personen brachten Pflanzen zum Tauschen mit, etliche mehr erwarben sie gegen eine Spende. Insgesamt konnten der TAFEL Gießen 56€ überwiesen werden. Danke allen Spender/innen! Im nächsten Frühling sind wir wieder mit Pflanzen auf dem Wochenmarkt.

Nashi-Birnen aus Rodheim-Bieber, nicht so ansehnlich, aber viel aromatischer als die gekauften. Diese „Apfelbirnen“ brachte Herr Hager vom Obst- und Gartenbauverein mit zum Wochenmarkt.
Nashi-Birne (Frucht)
Pyrus pyrifolia wie man sie im Supermarkt bekommt: Fleckenlos, doch ohne Aroma.
Nashi heißt Birne. Sie wächst gut in Mitteleuropa auf tiefgründigem, humosen Boden und ist nahezu immun gegen Birnengitterrost.

Renaturierungsmaßnahmen in Fellingshausen

Regenrückhaltebecken unterhalb Dreispitz in Fellingshausen

Während das Regenrückhaltebecken für das Gebiet vom Dreispitz schon einige Jahre existiert, wird nun 2021, nach Jahren und unendlich vielen Sitzungen, die Ausgleichsfläche für das Baugebiet Dreispitz (1. Bauabschnitt) umgesetzt. 

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Hier sehen Sie Bilder von der Umsetzung des obigen Planes und Unterlagen zur Beschlusslage aus dem 2016.

So beginnt / begann der Bachlauf
oberhalb ist das Regenrückhaltebecken „Dreispitz“ zu sehen

Ein Bachlauf beginnt im Nirgendwo. Wir dürfen gespannt sein, wie es weiter geht – denn meist ist nur wenig Wasser in dem nun gestalteten Bachlauf. Tatsächlich aber ist die Wiese unterhalb des Regenrückhaltebeckens im Frühjahr und Herbst nass, so dass zu hoffen steht, dass immer mal wieder Wasser seinen Weg in das tiefer gelegte Bachbett findet.

Später sah der Start des Bachlaufes dann so, über eine neues „Brückelchen“ verlängert, aus;
letztlich aber beginnt der Wasserlauf aber noch immer im Nirgendwo.

Und so verläuft der Bachlauf am Weg vom Festplatz Fellingshausen Richtung Dünsberg weiter:

Oberhalb des Festplatzes in Fellingshausen
Angezeichneter Verlauf des meist trockenen Bachbettes

Oberhalb im Bild links ist der Wassergraben neben dem Weg tief ausgespült und hat gerade Wände. Bei Hochwasser würde er schnell überfluten. Die Renaturierungsmaßnahmen sollen dem vorbeugen.

Ja, zu manchen Zeiten fließt durch diesen Graben Wasser, das dann in den Bieberbach abgeführt wird. Allerdings liegt der Wasserlauf in den letzten Jahren auch oft trocken.
Die Überflutungen an Ahr und Erft haben gezeigt, wie schnell sich das ändern kann.

Im Vorfeld der Baumaßnahme Dreispitz wird ein Regen-Rückhaltebecken gebaut und ein neuer Bachlauf geformt. Durch diese geschlängelte Form (man nennt sie auch Mäander*) wird erreicht, dass bei Sturzregen das Wasser viel langsamer fließt und in die angrenzende Wiese sickert.

*) Mäander meint …

Frisch gestalteter Bachverlauf
mit Insel

Nach einer Woche sah es dann so aus:

Blick nach Norden
die neue Verrohrung an Wegübergängen
der bisherige Bacheinlauf in den Bieberbach

Wieder eine Weile später kamen nun noch kleine Überlaufseen hinzu:

Unterhalb des Festplatzes
der Festplatz

im Bau: dorfseitig gegenüber dem Festplatz
fertiggestellt

dorfseitig gegenüber dem Festplatznach Abschluss der Bauarbeiten im Okt. 2021

Inzwischen konnten wir weiter recherchieren und einen Bauplan für die Anlage finden:

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Fotos: Lindemann

Jahreshauptversammlung des Breitensportvereins

Ein Gastbeitrag von Oliver Manger

Open-Air Jahreshauptversammlung des Breitensportvereins

Unter freiem Himmel und den gebotenen Abstandsregeln fand am 26.08. die diesjährige Jahreshauptversammlung des Breitensportvereines Biebertal statt. Vorsitzender Oliver Manger zog am Vereinsheim gemeinsam mit seinem Vize Guido Donat Bilanz zum abgelaufenen Jahr.  Aktuell hat der Verein 635 Mitglieder; weitere 206  Menschen gehen dem Rehasport auf Rezept bzw. angeschlossenen Kursangeboten im Verein nach. Dies ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, jedoch der Coronakrise zu schulden.
Die Vereinsstrategie basiert auf 4 Säulen. Neben dem Fitnessstudio in Fellingshausen und dem Rehasport für die Bereiche Orthopädie, Herzsport und Neurologische Erkrankungen bietet der Verein 15 Angebote aus dem Breitensport. Zudem hat man mehrere Kooperationsangebote zu bieten, die im vereinseigenen Kursraum abgehalten werden. Trotz coronabedingter Einschränkungen, die den Sportbetrieb bekanntlich bis Mai lähmten, blickt man zuversichtlich in die Zukunft. Alle Sparten sind mittlerweile wieder gestartet. Man ist stolz, wieder 72 Stunden Wochenangebot an sportlichen Aktivitäten für die Bürgerinnen und Bürger Biebertals und Umgebung durchführen zu können. Neu aufgenommen wurden der neurologische Rehasport, die Wassergymnastik mit 2 Kursen  im Rodheimer Hallenbad und ein Angebot „Fit und Entspannt ins Wochenende“

„Du kannst den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ konstatierte Manger in seinem Vorstandsbericht. Gemeint war damit u.a. die schnelle Umsetzung zum Bau einer Kunstrasenfläche auf gut 100 qm hinter dem Vereinshaus. Hier fanden die so unter Coronaauflagen viel einfacher durchzuführenden Kurse des Vereines und die Kooperationsangebote wie HipHop, Kindertanzen und Zumba ihren Platz. Zudem wichen einige Angebote auf Online-Präsentationen aus bzw. trafen sich die über 50 Schwimmkinder des Vereines mehrfach an Land , um wenigstens etwas Normalität im Sportbetrieb zeigen zu können.

Guido Donat erstattete als 2. Vorsitzender zusammen mit den Abteilungsleitern den Sportbericht. Mitgliederstärkste Sparte ist weiterhin die Fitnessabteilung, gefolgt von der Schwimmsparte um Abteilungsleiter Hans Below. Dort hatte man sogar keinerlei Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Im Gegenteil. Die Nachfrage u.a. nach Schwimmkursen ist enorm. Schwimmen ist mit etwa der Hälfte der Mitglieder unter 18 zugleich auch mitgliedertärkste Jugendsparte. Below berichtete von zahlreichen Aktivitäten, z.B. dem 2. Platz beim 24-h Schwimmen der DLRG im Giessener Westbad oder dem Vorbereitungskurs für das Rettungsschwimmabzeichen welchen man gemeinsam mit der DLRG Ortsgruppe durchführte, sowie dem herausfordernden Übungsbetrieb.

Die Rehasportangebote des BSV auf Rezept sind mittlerweile eine feste Größe in Mittelhessen geworden. In 17 zertifizierten Gruppen, davon 13 nach abrechnungsfähigen Standards der Krankenkassen ist man mit den Schwerpunkten orthopädischer Rehasport, Herzsport, Wassergymnastik und Neurologie  für die Region aktiv.  Viele Breitensportangebote wie  Paartanz, Tai Chi, diverse Yoga- und Pilateskurse , Basketball (auch für Kids) etc. runden das Gesamtbild ab.

Bei den Vorstandswahlen wurde  Oliver Manger als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. Komplettiert wird der geschäftsführende Vorstand von Guido (2.  Vorsitzender) , Daniela Manger (Kassenwartin) und Michael Schad  (Schriftführer).
Als Sportwart zeichnet David Schad verantwortlich und als Beisitzer sind Heike Reiss und Mike Baumgarten aktiv in die Vorstandsarbeit mit eingebunden.
Auf der vorangegangenen Jugendversammlung konnte bereits Dominik March als Jugendwart des Vereins durch die Aktivitäten und Zahlen der Jugendabteilung führen. 141 Kinder und Jugendliche hat der Verein als Mitglieder. Diese sind hauptsächlich beim Schwimmen, im Fitnessstudio und im Kinderbasketball aktiv. Die Kooperationsangebote HipHop und Kindertanz unter Leitung der ADTV Tanztrainerin Diana Schad erfreuen sich wieder großer Beliebtheit.
Den Kassenbericht erstattete Daniela Manger. Mehr als 575 Einzelbuchungen mussten verarbeitet werden, was exemplarisch den Aufwand bei einer überwiegend auf das Ehrenamt ausgerichteten Vereinsarbeit verdeutlicht.  Dr. Beate Brück und Oliver Ehmann  konstatierten als Kassenprüfer eine vorbildliche und einwandfreie Kassenführung. Neue Kassenprüferin ist nach turnusgemäßem Ausscheiden eines Kassenprüfers nun Katharina Karl.

Großen Wert legt der Verein weiterhin auf das Thema Aus- und Weiterbildung seiner 31 Übungsleiter/innen. Fortbildungen im Rahmen des Lizenzerhalts werden komplett vom Verein übernommen. Im Berichtszeitraum  konnten 3 weitere Ausbildungen zur B- und C Lizenz erfolgreich abgeschlossen werden. Aktuell befinden sich  2 weitere Personen in Aubildung.

Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Michael Seibert und Monika Jensen-Westrich mit Blumen und Wein. Ebenso 25 Jahre im Verein ist Gabi Seibert. Sie konnte leider nicht persönlich anwesend sein.

Im Ausblick gingen die Vorsitzenden auch auf die Entwicklung im Sport unter Corona insgesamt ein. Für alle bedeutet die Krise eine große Kraftanstrengung. Auch das Nutzerverhalten ändert sich. Langjährige Mitgliedschaften und Solidarität mit dem Vereinswesen sind keineswegs mehr selbstverständlich.  Das ist eine Tatsache, die auch von Landessportbund und Sportkreis so bestätigt wird. Im Zeitalter der Digitalität muss sich jeder Verein „neu erfinden“ und an die Bedürfnisse der Menschen anpassen. Hierzu gehört leider auch die Tatsache, dass Vereine zunehmend „Dienstleister im Sport“ werden. Gemeinsam mit den hohen, bürokratischen und rechtlichen Auflagen und dem hohen Maß an Organisation der Sparten bei gleichzeitig steigenden Kosten ist dies durchaus eine große Herausforderung. Dies zeigt auch die Tatsache, dass immer weniger Bürger bereit sind, ein Ehrenamt in Form von Vorstandsarbeit zu übernehmen. Das ist sehr schade, denn schließlich ist das Vereinswesen gelebte Demokratie und der Kit der Gesellschaft. Die gesellschaftlichen Events des Vereinslebens, wie Sommerfest, Kinderfasching und Co fehlen zudem doch sehr. Alles in Allem ist der Verein aber gut aufgestellt und blickt zuversichtlich in die Zukunft für die Zeit nach Corona.

Auf ein neues Angebot wurde nochmals besonders verwiesen. Am 24.09. startet „Fit und entspannt ins Wochenende“. Das Kursangebot von Ulrike Bernhardt am Freitag Abend von 19.15 bis 20.15 Uhr  soll Stress reduzieren mittels Elementen aus der progressiven Muskelentspannung und dem autogenen Training. Weitergehende Info und Anmeldung bei Kurskoordinatorin Anja Donat unter Tel 0176-43508594 oder orga.bsv@online.de


Bild & Text: Oliver Manger, BSV

Concordia – ältester Verein Fellingshausens vor dem Aus

Volker Mattern berichtete im Gießener Anzeiger vom 11. 8. 2021, von der Jahreshauptversammlung des Traditions-Gesangvereins Concordia 1891 in Fellingshausen, der nach 130 Jahren vor dem Aus steht. Entschieden werden muss das noch in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung; vorab aber schon wurde beschlossen, dass ab 2022 keine Mitgliedsbeiträge mehr erhoben werden und auch der Chorleiterin Lidia Peiß. die über 16 Jahr den Ton angab, wurde fristgerecht gekündigt.
Schon 2020 hatten corona-pandemie-bedingt keine Chorproben mehr stattfinden können, aber auch der Nachwuchs fehle. Von den 66 Mitgliedern seien noch 33 aktiv gewesen – aber der Altersdurchschnitt läge bei den Frauen bei 73 Jahren und bei den Männern bei 77 Jahren. Zudem hatten das in den letzten 10 Jahren erfolgreiche Vorstandstrio Monika Wack, Helga Gerlach und Jutta Waldschmidt bereits bei der letzten Wahl angekündigt, nicht weiter kandidieren zu wollen. Trotz etlicher Gespräche, auch mit dem Solmser Sängerbund, ist bislang keine andere Perspektive in den Blick gekommen, als die Abwicklung des Vereins in der Eintracht, wie es dem Geist der römischen Götting Concordia entspricht. So lange bleibt der amtierende Vorstand noch in kommissarischer Funktion im Amt – es sei denn, die Mitgliederversammlung reiße das Ruder noch einmal herum; damit Musik weiterhin den Alltag von der Seele waschen kann. So stand es auf den Urkunden, die den treuen Mitgliedern der Vereins ausgehändigt wurden: Rudi Gerlach und Karl-Heinz Leib für 60 Jahre, Gerold Rentrop für ein halbes Jahrhundert, Heike und Irene Crombach für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft sowie Heike Reeh und Volker Mattern für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit.

Aber nicht nur Fellingshausen ist von dieser Problematik betroffen. Die Gesangvereine Teutonia Frankenbach und die Chorgemeinschaft GV Frohsinn-Harmonie Krumbach haben beschlossen, eine Chorgemeinschaft zu bilden, um wieder singfähig zu werden – das vermeldete der Gießener Anzeiger, 10. 8. 2021. Zusammen seien es dann wieder 25 aktive Sängerinnen und Sänger, die die Proben noch im August unter Leitung von Lidia Peiß wieder aufnehmen wollen.