Jahreshauptversammlung des Breitensportvereins

Ein Gastbeitrag von Oliver Manger

Open-Air Jahreshauptversammlung des Breitensportvereins

Unter freiem Himmel und den gebotenen Abstandsregeln fand am 26.08. die diesjährige Jahreshauptversammlung des Breitensportvereines Biebertal statt. Vorsitzender Oliver Manger zog am Vereinsheim gemeinsam mit seinem Vize Guido Donat Bilanz zum abgelaufenen Jahr.  Aktuell hat der Verein 635 Mitglieder; weitere 206  Menschen gehen dem Rehasport auf Rezept bzw. angeschlossenen Kursangeboten im Verein nach. Dies ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, jedoch der Coronakrise zu schulden.
Die Vereinsstrategie basiert auf 4 Säulen. Neben dem Fitnessstudio in Fellingshausen und dem Rehasport für die Bereiche Orthopädie, Herzsport und Neurologische Erkrankungen bietet der Verein 15 Angebote aus dem Breitensport. Zudem hat man mehrere Kooperationsangebote zu bieten, die im vereinseigenen Kursraum abgehalten werden. Trotz coronabedingter Einschränkungen, die den Sportbetrieb bekanntlich bis Mai lähmten, blickt man zuversichtlich in die Zukunft. Alle Sparten sind mittlerweile wieder gestartet. Man ist stolz, wieder 72 Stunden Wochenangebot an sportlichen Aktivitäten für die Bürgerinnen und Bürger Biebertals und Umgebung durchführen zu können. Neu aufgenommen wurden der neurologische Rehasport, die Wassergymnastik mit 2 Kursen  im Rodheimer Hallenbad und ein Angebot „Fit und Entspannt ins Wochenende“

„Du kannst den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ konstatierte Manger in seinem Vorstandsbericht. Gemeint war damit u.a. die schnelle Umsetzung zum Bau einer Kunstrasenfläche auf gut 100 qm hinter dem Vereinshaus. Hier fanden die so unter Coronaauflagen viel einfacher durchzuführenden Kurse des Vereines und die Kooperationsangebote wie HipHop, Kindertanzen und Zumba ihren Platz. Zudem wichen einige Angebote auf Online-Präsentationen aus bzw. trafen sich die über 50 Schwimmkinder des Vereines mehrfach an Land , um wenigstens etwas Normalität im Sportbetrieb zeigen zu können.

Guido Donat erstattete als 2. Vorsitzender zusammen mit den Abteilungsleitern den Sportbericht. Mitgliederstärkste Sparte ist weiterhin die Fitnessabteilung, gefolgt von der Schwimmsparte um Abteilungsleiter Hans Below. Dort hatte man sogar keinerlei Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Im Gegenteil. Die Nachfrage u.a. nach Schwimmkursen ist enorm. Schwimmen ist mit etwa der Hälfte der Mitglieder unter 18 zugleich auch mitgliedertärkste Jugendsparte. Below berichtete von zahlreichen Aktivitäten, z.B. dem 2. Platz beim 24-h Schwimmen der DLRG im Giessener Westbad oder dem Vorbereitungskurs für das Rettungsschwimmabzeichen welchen man gemeinsam mit der DLRG Ortsgruppe durchführte, sowie dem herausfordernden Übungsbetrieb.

Die Rehasportangebote des BSV auf Rezept sind mittlerweile eine feste Größe in Mittelhessen geworden. In 17 zertifizierten Gruppen, davon 13 nach abrechnungsfähigen Standards der Krankenkassen ist man mit den Schwerpunkten orthopädischer Rehasport, Herzsport, Wassergymnastik und Neurologie  für die Region aktiv.  Viele Breitensportangebote wie  Paartanz, Tai Chi, diverse Yoga- und Pilateskurse , Basketball (auch für Kids) etc. runden das Gesamtbild ab.

Bei den Vorstandswahlen wurde  Oliver Manger als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. Komplettiert wird der geschäftsführende Vorstand von Guido (2.  Vorsitzender) , Daniela Manger (Kassenwartin) und Michael Schad  (Schriftführer).
Als Sportwart zeichnet David Schad verantwortlich und als Beisitzer sind Heike Reiss und Mike Baumgarten aktiv in die Vorstandsarbeit mit eingebunden.
Auf der vorangegangenen Jugendversammlung konnte bereits Dominik March als Jugendwart des Vereins durch die Aktivitäten und Zahlen der Jugendabteilung führen. 141 Kinder und Jugendliche hat der Verein als Mitglieder. Diese sind hauptsächlich beim Schwimmen, im Fitnessstudio und im Kinderbasketball aktiv. Die Kooperationsangebote HipHop und Kindertanz unter Leitung der ADTV Tanztrainerin Diana Schad erfreuen sich wieder großer Beliebtheit.
Den Kassenbericht erstattete Daniela Manger. Mehr als 575 Einzelbuchungen mussten verarbeitet werden, was exemplarisch den Aufwand bei einer überwiegend auf das Ehrenamt ausgerichteten Vereinsarbeit verdeutlicht.  Dr. Beate Brück und Oliver Ehmann  konstatierten als Kassenprüfer eine vorbildliche und einwandfreie Kassenführung. Neue Kassenprüferin ist nach turnusgemäßem Ausscheiden eines Kassenprüfers nun Katharina Karl.

Großen Wert legt der Verein weiterhin auf das Thema Aus- und Weiterbildung seiner 31 Übungsleiter/innen. Fortbildungen im Rahmen des Lizenzerhalts werden komplett vom Verein übernommen. Im Berichtszeitraum  konnten 3 weitere Ausbildungen zur B- und C Lizenz erfolgreich abgeschlossen werden. Aktuell befinden sich  2 weitere Personen in Aubildung.

Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Michael Seibert und Monika Jensen-Westrich mit Blumen und Wein. Ebenso 25 Jahre im Verein ist Gabi Seibert. Sie konnte leider nicht persönlich anwesend sein.

Im Ausblick gingen die Vorsitzenden auch auf die Entwicklung im Sport unter Corona insgesamt ein. Für alle bedeutet die Krise eine große Kraftanstrengung. Auch das Nutzerverhalten ändert sich. Langjährige Mitgliedschaften und Solidarität mit dem Vereinswesen sind keineswegs mehr selbstverständlich.  Das ist eine Tatsache, die auch von Landessportbund und Sportkreis so bestätigt wird. Im Zeitalter der Digitalität muss sich jeder Verein „neu erfinden“ und an die Bedürfnisse der Menschen anpassen. Hierzu gehört leider auch die Tatsache, dass Vereine zunehmend „Dienstleister im Sport“ werden. Gemeinsam mit den hohen, bürokratischen und rechtlichen Auflagen und dem hohen Maß an Organisation der Sparten bei gleichzeitig steigenden Kosten ist dies durchaus eine große Herausforderung. Dies zeigt auch die Tatsache, dass immer weniger Bürger bereit sind, ein Ehrenamt in Form von Vorstandsarbeit zu übernehmen. Das ist sehr schade, denn schließlich ist das Vereinswesen gelebte Demokratie und der Kit der Gesellschaft. Die gesellschaftlichen Events des Vereinslebens, wie Sommerfest, Kinderfasching und Co fehlen zudem doch sehr. Alles in Allem ist der Verein aber gut aufgestellt und blickt zuversichtlich in die Zukunft für die Zeit nach Corona.

Auf ein neues Angebot wurde nochmals besonders verwiesen. Am 24.09. startet „Fit und entspannt ins Wochenende“. Das Kursangebot von Ulrike Bernhardt am Freitag Abend von 19.15 bis 20.15 Uhr  soll Stress reduzieren mittels Elementen aus der progressiven Muskelentspannung und dem autogenen Training. Weitergehende Info und Anmeldung bei Kurskoordinatorin Anja Donat unter Tel 0176-43508594 oder orga.bsv@online.de


Bild & Text: Oliver Manger, BSV

Concordia – ältester Verein Fellingshausens vor dem Aus

Volker Mattern berichtete im Gießener Anzeiger vom 11. 8. 2021, von der Jahreshauptversammlung des Traditions-Gesangvereins Concordia 1891 in Fellingshausen, der nach 130 Jahren vor dem Aus steht. Entschieden werden muss das noch in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung; vorab aber schon wurde beschlossen, dass ab 2022 keine Mitgliedsbeiträge mehr erhoben werden und auch der Chorleiterin Lidia Peiß. die über 16 Jahr den Ton angab, wurde fristgerecht gekündigt.
Schon 2020 hatten corona-pandemie-bedingt keine Chorproben mehr stattfinden können, aber auch der Nachwuchs fehle. Von den 66 Mitgliedern seien noch 33 aktiv gewesen – aber der Altersdurchschnitt läge bei den Frauen bei 73 Jahren und bei den Männern bei 77 Jahren. Zudem hatten das in den letzten 10 Jahren erfolgreiche Vorstandstrio Monika Wack, Helga Gerlach und Jutta Waldschmidt bereits bei der letzten Wahl angekündigt, nicht weiter kandidieren zu wollen. Trotz etlicher Gespräche, auch mit dem Solmser Sängerbund, ist bislang keine andere Perspektive in den Blick gekommen, als die Abwicklung des Vereins in der Eintracht, wie es dem Geist der römischen Götting Concordia entspricht. So lange bleibt der amtierende Vorstand noch in kommissarischer Funktion im Amt – es sei denn, die Mitgliederversammlung reiße das Ruder noch einmal herum; damit Musik weiterhin den Alltag von der Seele waschen kann. So stand es auf den Urkunden, die den treuen Mitgliedern der Vereins ausgehändigt wurden: Rudi Gerlach und Karl-Heinz Leib für 60 Jahre, Gerold Rentrop für ein halbes Jahrhundert, Heike und Irene Crombach für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft sowie Heike Reeh und Volker Mattern für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit.

Aber nicht nur Fellingshausen ist von dieser Problematik betroffen. Die Gesangvereine Teutonia Frankenbach und die Chorgemeinschaft GV Frohsinn-Harmonie Krumbach haben beschlossen, eine Chorgemeinschaft zu bilden, um wieder singfähig zu werden – das vermeldete der Gießener Anzeiger, 10. 8. 2021. Zusammen seien es dann wieder 25 aktive Sängerinnen und Sänger, die die Proben noch im August unter Leitung von Lidia Peiß wieder aufnehmen wollen.

Christo in Fellingshausen?

Foto: Lindemann, Juli 2021

Sommer 2021: Die Fellingshäuser Kirche am zentralen Dorfbrunnen ist verhüllt.
Dabei denke ich sofort an Christo.
Allerdings, wenn eine Kirche eingehüllt ist, stehen doppeldeutige Interpretationen im Raum.
Ist Christo drinnen in der Kirche? … oder …
Hatte Christo, wie in Berlin bei der Verhüllung des Reichstages 1995, seine Hände im Spiel?

Auffällig im Bild sind deutlich weniger Menschen an der verhüllten Kirche interessiert, als damals in Berlin, als das Kunstprojekt „Verhüllter Reichstag“ vom Künstlerehepaar Christo Wladimirow Jawaschew und seiner Frau Jeanne-Claude endlich nach Jahren realisiert werden konnte.

Foto: Reichstag

Spektakulär sind die Sanierungsarbeiten am Dach unserer Kirche dennoch, zumal auch ganz oben an der Kirchturmspitze gearbeitet und der Hahn auf der Zinne poliert werden wird.

ev. Kirche Fellingshausen unverhüllt, Foto: Lindemann

Neues und Gutes vom Lapidarium

Juli 2021

Bei dem Herrn Schwalm und seinen beiden Mitarbeitern vom Bauhof bedankt sich Herr Döpfer, der Initiator des Grenzsteingartens, für die rasche Umsetzung des Projekts „trockene Füße am Lapidarium“.
Die Hackschnitzel hat er selbst verteilt. „War ganz schön anstrengend für’n alten Mann“, schreibt er.
Auch ein Mülleimer wurde nun dort neu installiert. Jedoch, wie so vieles bei dem Projekt Grenzsteingarten an ihm hängen bleibt, liegt neben dem Auffüllen der Informationsflyer nun auch die Leerung und das Aufräumen des Mülls am Platz sowie das Mähen in seinen Händen.

Im Folgenden nun, zur allgemeinen Information, mein Gedächtnisprotokoll zum Treffen von Hans Ulm, Bernhard Steitz und Dr. Alfons Lindemann vom Ortsbeirat Fellingshausen mit Herrn Döpfer, dem Initiator des Grenzsteingartens, am Lapidarium sowie die Bilder zum Zustand, wie es bislang noch aussah:

Vorher: (Mitte Mai 2021)

Lapidarium Juni 21

Die Bilder oben zeigen die alljährlichen Auswirkungen des Regen- und Quellwassers auf den Weg von Fellingshausen nach Rodheim zum EDEKA-Markt. Eine passende Drainage oder ein Graben, der das Wasser ableitet, fehlt. Daher gibt es regelmäßig mindestens im Frühjahr und Herbst nasse Füße / dreckige Schuhe.

Nachdem die Wiese linkerhand des Lapidariums Ende Mai gemäht wurde:

Ortsbeirat am Lapidarium
Ortsbeirat Fellingshausen – Treffen mit Herrn Döpfer am Lapidarium 1.6.2021

Kurzer Einschub:

Solcherlei topographische Karten 1:25000 und mehr sind am Grenzsteingarten bei uns zu finden.
Aktuelle Karten sind über die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation HVBG.hessen.de/Topographische-karte-tk25 für ein paar Euro zu beziehen.

Unter https://geobasis-bb.de/sixcms/media.php/9/Faltblatt-Topo-Karten.pdf findet der Interessierte Hilfe, topographische Karten zu verstehen und nutzen; ebenso hilfreich Ergänzungsinformationen finden sind z.B. http://geomatik-ausbildung.de/download/TIPPSzumKartenlesen.pdf und https://www.hillwalktours.de/wandern-reiseblog/karten-lesen-wie-liest-man-topographische-karten/ .


Wie die beklagenswerten Bilder oben dokumentieren, war der Boden am Steinmuseum vor dem Einsatz der Gemeinde ziemlich aufgeweicht, so dass das Laufen dort zumindest für die Schuhe wenig einladend war.
Die dort verlegten Abgrenzungsbaumstämme waren ziemlich morsch und der Zuweg war vom Bauern frisch zu Brei gefahren. Andererseits könnte man auch sagen: der Bauer hat den in Karten eingezeichneten Weg wieder freigelegt.
Ein anhaltendes Ärgernis, hier nur „gering ausgefallene“ Fotobeispiele, ist der immer wieder zu findende Müll in den Flyerboxen, auf den Bänken und am Boden des Rastplatzes am Kelten-Römer-Weg, den Herr Döpfer allwöchentlich entsorgt.
Bislang hat er sogar die Flyer in den Boxen auf eigene Rechnung der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. … Das ist für ihn nun nicht länger tragbar; andere Lösungen müssen gefunden werden!

All das – auch ein Rasentrimmer – sei zum Teil mit Geldern aus Zuwendungen von Sparkasse und Volksbank möglich gewesen.

„Da der Grenzsteingarten in den offiziellen Karten und Broschüren zum Kelten-Römer-Weg und zum Lahnwanderweg aufgeführt ist, könnten Herr Liebetruth von der Touristik-Kooperation Gleiberger Land oder der Kreis für die Kosten zuständig sein. Eine 50%ige Kostenbeteiligung seien auch schon mal vom Kreis zugesagt gewesen, aber nie geflossen“, berichtete Herr Döpfer dem Ortsbeirat. „Wer die restlichen 50 % übernehmen solle, sei nie geklärt worden.
Auf Anfrage aber habe Herr Liebetruth seinen Antrag auf Finanzierung der Faltblätter an die Gemeinde Biebertal weitergeleitet. Von dort sei aber nie eine Reaktion erfolgt.“

Müllbeispiele

Auch das Schild mit den Erklärungen an der Toteneiche stamme von ihm, erzählt Herr Döpfer.

Auf Nachfrage vom Ortsbeirat jetzt, erklärte die Bürgermeisterin, es sei kein Problem, die Fleyer in der Gemeindeverwaltung auf einem Laserdrucker zu drucken.
Herr Döpfer übernimmt dann das Falten und Einstellen der Informationsbroschüren für die ausgestellten Steine.

Die Texte der Fleyer zu über Grenzmale im Gleiberger Land, verschiedene Steine und Landesgrenzstein sind auch über folgende Seite herunterzuladen: https://www.grenzmale-hessen.com/lapidarien/gleiberger-land/ .
(Text und Fotos wurden von Herrn Döpfer heute mündlich zur anderweitigen Veröffentlichung freigegeben.)

„Die Anbringung eines QR-Codes mit entsprechender Verlinkung an der Hinweistafel wäre ebenfalls sinnvoll“, regt er für die Dorfentwicklung an.
Weitere Informationen zu Grenzsteinlapidarien in Hessen finden sich mit allgemeinen Erklärungen über: https://www.grenzmale-hessen.com/lapidarien/.

Ein Thema während unserer Besprechung waren auch die Eichenprozessionsspinner, da das Lapidarium von jungen Eichen umstanden wird. Da gelte es, ein Auge darauf zu haben; nicht nur ein paar Meter weiter am Weg an der Sitzbank Richtung Rodheim!

Noch würde er die Pflege des Steingartens (Flyer nachfüllen, die Tafeln und die Bank säubern, Müll entfernen, Mähen) übernehmen; aber es bedürfe dringend einer Nachfolgeregelung, so Döpfer.
Denn er mähe nicht nur am Lapidarium, sondern auch um den Dreimärker-Stein (KRO, FEL, ROD) auf der anderen Seite des Heegstrauch im Tal, damit er beim Wiesemähen vom Trecker aus gesehen und nicht weiter beschädigt wird.

Dreimärkerstein oberhalb des „D“ von Dreimärkerstein auf der Wiese

Insgesamt, so ein Fazit im Gespräch, fehlen in der Biebertaler Gemarkung Mülleiner, wie sie z.B. mit gutem Erfolg in der Gemeinde Atzbach, sogar im Wald an Rastplätzen, aufgestellt sind. Dort ist am Weg kein Müll außerhalb der Mülleimer zu sehen, so wie er bei uns alle Nase lang in der Landschaft zu finden ist.
Hier sollten sich Einheimische wie Besucher achtsamer mit unserer schönen Natur umgehen und mitnehmen was sie mitbringen.

Desweiteren wies Herr Döpfer darauf hin, dass der VHC (Vogelsberger Höhen Club), für den er viele Jahre Wege markiert habe, im letzten Jahr die weitere Markierungen der Wanderwege des VHC – wegen Personalmangels – gestrichen habe.
Insgesamt aber sei die Wegmarkierungssituation in der Gemeinde außerordentlich schlecht;
z.B. werde er oft von Wanderern gefragt, wo denn der ausgeschilderte archäologische Wanderweg am Dünsberg zu finden sei. Der sei nicht zu finden; ebenso wie andere Wege auch und dass das Verlaufen am Dünsberg selbst für Ortsunkundige ohne Schwierigkeiten gelänge.

Fotos: Lindemann und Döpfer

Neue Informationstafeln in den Ortsteilen

Hier das Hinweisschild auf dem Römer-Kelten-Weg am Lapidarium in Fellingshausen.

4 Jahre nach der Reklamation der alten überholten Hinweisschilder durch die Zukunftswerkstatt Biebertal sind nun neue Schilder Realität geworden; nicht nur in Fellingshausen.
Hier entdeckte ich es heute Morgen auf meinem Spaziergang am Lapidarium. Erfreut habe ich mich bei Markus Wisker bedankt, der meinte, ich sei wohl einer der ersten, denen die Veränderung aufgefallen sei.
Er berichtete weiter, dass Frau Ortmann und Pressevertreter vor Ort waren, als das letzte Schild aufgehängt wurde. Das Bilderbogen-Team als lokales Online Presseorgan für Biebertal war nicht informiert worden.

Der Graphiker Markus Wisker hat die Schilder gestaltet und am 2. 6. 2021 ausgetauscht.
Erst das Engagement des Gewerbevereins und Mittel aus dem Tourismusbudget der Gemeinde haben die Aktualisierung möglich gemacht.

Auf der alten Informationstafeln waren noch Gaststätten, Firmen und vor allem Apothekenadressen aufgeführt, die es seit Jahren nicht mehr gab. Ortsfremde wurden dadurch möglicherweise auf gefährliche oder zumindest frustrierender Weise in die Irre geleitet.

Hinweisschild

Auf den neuen Tafeln sieht man, wie sich das Angebot inzwischen erweitert hat und auch den neuen Umgang mit dem angestrebten sanften Fremdenverkehr in Biebertal; vor allem aber auch die korrekten Adressen von Apotheken.

Fotos: Lindemann

450. Wochenmarkt in Fellingshausen

Die Gründerväter des Marktes

Seit einem halben Jahr war Anfang 2012 der Rewe-Nahkauf im Ort geschlossen. Die einfachsten Lebensmittel konnten innerhalb des Ortes nicht mehr fußläufig besorgt werden. Da kam die Idee von einem Wochenmarkt auf. Helmut Mattig, einer der Gründerväter des Marktes, ist bis heute mit vollem Einsatz dabei.

v. l. Helmut Mattig, Dieter Synowzik, Friedel Winter

Uwe Volk aus Rodenhausen mit Eiern, Handkäs und Honig; Heinz-Ulrich Dewald aus Pohlheim mit Obst und Gemüse; Bäckerei Schmitz aus Asslar mit Bauernbrot, Brötchen und Kuchen; Petra und Berthold Arjes aus Lohra mit Hausschlachtwurst, Eiern und Kochkäs; Susanne Schneider aus Frankenbach mit selbst erzeugtem Honig und Honigprodukten; sowie Friedel Winter aus Fellingshausen mit einem Glühweinstand, bzw. später Kaffee und Kuchen, waren die ersten Marktbeschicker. Einige von Ihnen sind bis heute zum 450. Markt mit dabei. Aus dem Glühweinstand wurde das Markt-Café. Dies kann aber aufgrund von Corona zur Zeit nicht geöffnet werden. Darüber hinaus gab es immer wieder neue Stände und andere mussten leider aufgegeben werden. Auch Sonderaktionen und Sonderstände sind immer wieder neben den Lebensmitteln zu finden. So gibt es im Frühjahr immer über einige Wochen einen Stand mit Pflanzenverkauf von der Gärtnerei Niekisch aus Kinzenbach. Auch hält der Markt immer wieder Überraschungen bereit. So gaben die Cappuccinos am 19.03.2015 ein 30 minütiges musikalisches Stell-dich-ein. Das kam bei der Boyband scheinbar so gut an, dass sie am 29.9.2018 den Markt erneut besuchten und ihr neues Album „Krasse Zeit“ vorstellten. Das hat natürlich viele Zuschauer angezogen und den Marktbetreibern viel Freude bereitet. Im März 2018 wurde zudem ein Hol- und Bringdienst eingerichtet, der von Herrn Martin Waldschmidt gerne durchgeführt wird. Somit hat auch die ältere Generationen eine Chance, den Wochenmarkt zu besuchen. Auch die Schülerbetreuung „Keltenfüchse“ gibt immer wieder mal ein Stell-dich-Ein und unterstützt den Markt mit einem eigenen Stand.

Viele der Marktbeschicker sind jede Woche, wie auch zum Jubiläum, da und mit dem Kundenzuspruch sehr zufrieden. Erwähnt werden sollte hier, das Edeka Falk das Obst und Gemüse spendet und der Verkauf durch ehrenamtliche Personen aus dem Ort übernommen wird. Laastener Tropfen aus Lützellinden waren pünktlich zum Jubiläum zum ersten Mal vertreten. Sein Angebot sind die „Laastener Tropfen“, das sind Obstbrände vom eigenen Obst aus Leihgestern, gebrannt in der Wetterau bei der Brennerei „Weidmann & Groh“. Spezialität ist sein Traubenbrand vom eigenen Weinberg – mit Sicherheit der Einzige im Landkreis Gießen. Er war sehr zu frieden und beabsichtigt in Zukunft wieder zu kommen. Zwar nicht wöchentlich, aber in einem bestimmten Rhythmus, den er mit Marktleiter Helmut Mattig noch bespricht.

Laastener Tropfen aus Lützellinden

Auch einige Kunden haben wir befragt, wie sie den Wochenmarkt finden und was sie eventuell noch für Wünsche hätten. Hier die ersten Antworten:

Wussten Sie das heute ein kleines Jubiläum ist? 450. Wochenmarkt in Fellingshausen.

Kundin 1: Ja
Kundin 2: Nein
Kunde: Ja, war wieder vor Ort

Wie finden Sie den Wochenmarkt hier in Fellingshausen?

Kundin 1: Sehr gut
Kundin 2:  Super. Es ist zwar viel kleiner, als der in Gießen, aber es ist alles da, was man braucht. Besonders die Musik ist schön.
Kunde: Hat sich in den 10  Jahren sehr gut entwickelt

Kommen Sie regelmäßig, um Ihre Einkäufe hier zu erledigen?

Kundin 1: Nein, leider beruflich nicht möglich
Kundin 2: Nein, leider nicht
Kunde: Ja, seit Bestehen.

Fehlt irgendetwas oder hätten Sie Wünsche und Anregungen?

Kundin 1: Ich finde das Angebot sehr gut und finde es sehr beeindruckend, wieviel Engagement dahinter steckt und ich hoffe sehr, dass der Markt weiterhin bestehen bleibt.
Kundin 2: Es ist super. Wenn kein Corona ist vielleicht noch ein paar Sitzgelegenheiten.
Kunde: Ich weis wie schwer es ist Marktbeschicker für Milchprodukte zu
finden. Das Bestreben nicht aufgeben, denn das wäre eine zusätzliche
Bereicherung  Ein Wunsch, dass noch mehr Fellingshäuser die Arbeit der
ehrenamtlich tätigen Personen für den Markt durch ihren Besuch und
Einkauf unterstützen und würdigen.

Zum Abschluss mal ein großes Dankeschön an Marktleiter Helmut Mattig. Egal ob Kunde, Händler oder Presse – er hat für alle ein offenes Ohr und versucht jedem gerecht zu werden. Ohne einen solchen Einsatz wäre der Wochenmarkt vielleicht schon wieder passé. Ein Interview mit ihm findet ihr im übrigen im Bericht in der Dorfzeitung.

Bilder: C. Haus, Wochenmarkt
Quelle: Infomaterial von Helmut Mattig


Helmut Mattig ergänzte den Beitrag um folgenden Text und weitere Bilder von Volker Mattern:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin P. Ortmann,

anbei noch ein paar Bilder vom kleinen Jubiläum, die mich heute erreichten, zur Kenntnis.

„Danke“ noch mal für den Glücksaufstrich und die Aussicht auf einen festen Unterstand (Carport).
Können wir vom Marktteam davon ausgehen das die Fa. Chr. Ruppert den Auftrag erhält?
(eingereichtes Angebot)
In den kommenden Biebertaler Nachrichten ( 21. Mai) haben wir schon mal eine wage Vorschau gemacht.

Eine wage Vorschau:
Falls die Inzidenz im Landkreis weiter sinkt, die Biergärten vielleicht öffnen dürfen,
dann ist es auch nicht mehr weit unser beliebtes Markt – Cafe` zu öffnen!

Wir laden Sie jetzt schon dazu ein und Sie als Ordnungshüterin geben uns „Grünes Licht“ wann wir öffnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Mattig, Marktteam

Fotos: Volker Mattern, der auch den folgenden Text schrieb:

Konstituierene Sitzung des Ortsbeirates Fellingshausen – 2021 bis 2026

Konstituierende Sitzung Ortsbeirat Fellingshausen
Bürgermeisterin Patricia Ortmann und Ortsvorsteher 2016-21 Dieter Synowzik

Die Biebertaler Bürgermeisterin Patrica Ortmann eröffnete am 29. April 2021 den Reigen der konstituierenden Sitzungen der Ortsbeiräte in Fellingshausen.
Sie begrüßte die Bürger in der Mehrzweckhalle Fellingshausen und würdigte zuerst die aus Funktionen ausscheidenden Kommunalpolitiker Dieter Synowzik und Thorsten Cramer, der lange in der Gemeinde-vertretung wirkte, mit einem guten Tropfen. Dem schloss sich stellvertretende Ortsvorsteher Dr. Alfons Lindemann an und bedankte sich im Namen des bisherigen Ortsbeirates beim ehemalige Ortsvorsteher Dieter Synowzik mit symbolischen „Biebertalern“.

Dann übernahm der noch amtierende Ortsvorsteher, begrüßte und verabschiedete sich zugleich mit einem kurzen Rückblick aus seinem Amt. Danach steht dem ältesten Mitglied der Versammlung die Aufgabe der Sitzungsleitung zu, bis der neue Vorsitzende gewählt ist. Da Dr. Alfons Lindemann jedoch einer der zur Wahl stehenden Kandidaten war, trat Dieter Synowzik stellvertretend noch einmal in Funktion und leitete die Wahl zum neuen Ortsvorsteher.

Alle folgenden Wahlen erfolgte per Handzeichen und alle Positionen wurden einstimmig beschlossen:
Ortsvorsteher Dr. Alfons Lindemann
stellvertretender Ortsvorsteher Hans Ulm
Schriftführer Felix Koop
stellvertretender Schriftführer Bernhard Seitz

Ortsvorstand Fellingshausen
Ortsvorstand: Bernhard Seitz, Hildegard Zimmer, Dr. Alfons Lindemann, Hans Ulm, Thorsten Cramer;
Schriftführer Felix Koop (von li -> re)

Der neue Ortsbeirat wurde am 14. März 2021 bei den Kommunalwahlen von den Bürgern gewählt. 
Er besteht, bezogen auf die Einwohnerzahl des Ortes, in Fellingshausen aus 5 Mitgliedern.
Dabei war es bei dieser Wahl erstmals möglich, Personen aus einer „offenen Liste“ zu wählen, so dass sich auch parteilich nicht gebundene Bürger/innen zur Wahl stellen konnten, um sich in diesem Gremium für ihren Ort zu engagieren.
Trotz Corona-Pandemie kamen einige Bürger und Vertreter der Kommunalpolitik Biebertals zur Präsenzsitzung am vergangenen Donnerstag.
Nach der Wahl betonte Dr. Lindemann, dass es für die Arbeit des Ortsbeirates in der kommenden Zeit wichtig sein wird, eng mit den Bürger*innen zusammenzuarbeiten. Das Gremium sei auf Informationen aus der Bevölkerung angewiesen, da mehr als die Hälfte der neuen Mitglieder der Rates „Migranten“, also mehr oder weniger frisch zugezogene Mitbürger/innen seien. Sprechen Sie uns also an, schreiben Sie uns; denn nur so können wir uns für die Themen vor Ort einsetzen … und: wir wollen uns engagieren.

Unsere Kontaktdaten finden Sie bald hier, wenn alle datenschutzrechtlichen Unterschriften vorliegen.

Zum 450. Fellingshäuser Wochenmarkt am 6. Mai 2021 wird Dr. Lindemann als Ansprechpartner auf dem Markt sein. Für weitere Schritte wird sich das Team am 12. Mai zusammensetzen, nachdem der Ältestenrat der Gemeinde getagt und die Termine für das kommende Jahr festgelegt hat.

Unter dem Punkt verschiedenes wurde von Thorsten Cramer eine gemeinsame Müllsammelaktion von Fellingshäuser und Rodheimer Bürgern an, um die Straßenränder und Gemarkung zu reinigen.
Bürgervorschläge – wie Begrünung des Schulhofes, dringende Sanierung des Backhauses und die seit Februar 2021 fehlende Reaktion von Gemeindeseite oder Themen wie Kita und Feuerwehrgebäude als Kulturraum, Maßnahmen auf dem Friedhof – wurden angesprochen. Zum Stand des Prozesses um die Windräder auf dem Helfholz durfte Frau Ortmann nur sagen, dass sie damit befasst seien.
Aber auch Beschwerden von Bürgern zum als aggressiv empfundenen Vorgehen der Firma Green City kamen zum Tragen. Die Adressen und Informationen kämen da nicht von der Gemeinde, betonte Frau Ortmann. Die Firma will einen Weg durch Fellingshausen frei kaufen, um Schwertransporte mit Windradflügeln für den Windpark in Blasbach durch den Ort zu transportieren. Dazu schlug Frau Mohr vor, die Bürger zu informieren, dass hier noch keineswegs eine Entscheidung getroffen sei und es deutlich zu früh sei, mit der Firma Verträge abzuschließen. Demnächst soll es eine Anhörung zum Thema geben.

Pflanzen- und Saatgutverkauf auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt beginnt am 15. April

Wie Gärtnern durch die Pandemie hilft“, titelt der Gießener Anzeiger am Sonntag. „Vom Heimkehrer nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Corona-Müden. Viele Menschen suchen in Krisen Trost im Garten. Warum das oft von Erfolg gekrönt ist…“


Goldlack (Erysimum cheiri)
Goldlack, jetzt für Beet und Kasten
Jungpflanzen von Salat und anderen Gemüsen,
verschiedene Sorten

Man braucht keine Pandemie und keine Krise – Gärtnern macht immer Freude. Ich glaube, es gehört zu unserer Natur, dass es uns glücklich macht, etwas wachsen zu sehen. Es ist ähnlich wie wenn wir unsere Kinder beim Großwerden begleiten.
Wir möchten Sie bei Ihrer Gärtnerei unterstützen, ob Sie Neuling sind oder Fortgeschrittene. Vom 15. April bis zum 20. Mai 2021 sind wir an jedem Donnerstag (außer Himmelfahrt) mit Pflanzen, Sämereien und Beratung für Sie auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt zu finden. Wir, das sind einige Gartenfrauen von der Bürgerkommune und vom VEN.

So bunt können Erbsenblüten sein
und so bunt die „Roten“ Bete


Saisonpflanzen und Gemüsejungpflanzen stammen aus der Gärtnerei Niekisch aus Kinzenbach, Saatgut und Beratung gibt es von der Regionalgruppe Mittelhessen des VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt). Ab Anfang Mai auch Besonderheiten, z.B. um die 30 Tomatensorten.

Tomatensegen, es gibt ca. 12000 Sorten weltweit
Salat `Lollo Rosso´ in Kombination mit Steinkraut

Außerdem gibt es die Möglichkeit, Pflanzen zum Tausch anzubieten. Dazu können Sie eine kleine Menge mitbringen und Angebote für größere Mengen auf ein Plakat vor Ort schreiben. Hallo an alle, die gerade neu gebaut haben: Das ist die Gelegenheit billig an schöne Pflanzen zu kommen! Ich selber biete z.B. eine Menge Lenzrosen-Sämlinge  in vielen Farben oder Sämlinge von Winterlingen.

Fotos: Eveline Renell

Würdigung der Bürgerkommunenarbeit (April 2021)

Wie angekündigt, baute die „abgespeckte Truppe“ der Bürgerkommune Fellingshausen, wie Dieter Synowzik es nannte, ein ähnliches Geländer, wie schon zuvor auf dem Friedhof (siehe unseren Bericht vom März 2021), nun am Hang von der Gladenbacher Straße zum Burgweg.

Gegenüber der Bushaltestelle am Friedhof Fellingshausen, war das metallene Geländer am Fußweg hinauf zum Nordend lange marode. Auf Initiative der Bürgerkommune konnte das nun – am Ende der Amtszeit als Ortsvorsteher von Dieter Synowzik – in Ordnung gebracht werden.
Wieder waren die Aktiven Rudi Gerlach, Klaus Dexheimer und Dieter Synowzik, die das Geländer hier in einer Mischung aus Holz und Metall errichteten.

Die Osterwanderungen einiger alter Hasen..

Die Wanderer Günter Dickel, Hans Crombach, Franz Gareis, Jürgen Volk, Achim Crombach, Martin Waldschmidt und Heinz Leib (v.l.).
Von links nach rechts: Die Wanderer Günter Dickel, Hans Crombach, Franz Gareis, Jürgen Volk, Achim Crombach, Martin Waldschmidt und Heinz Leib (v.l.). Es fehlt Herbert Kienholz auf dem Rheinsteig 2009 (Fotos: m-Wetterauer Zeitung)

Osterspaziergang, Ostermarsch, Osterwanderung…..ob Dichter, Friedensbewegte oder Fellingshäuser. Wenn Ostern, das liebliche Fest naht, zieht es alle ins Freie. Das kann kein Wetter verhindern. …“am Vorabend und in der Nacht hatte es geschneit, so hieß es 2013

Ein kalter Wanderungsbeginn für die letzte Etappe des Rheinsteiges 2013

Für das Ziel Loreley liest man „Leider war das Wetter nicht besonders gut. es war recht frisch und sah nach Regen aus.“

Auf der Loreley mit Blick ins Seelenbachtal gegenüber
Blick auf die Rheinschleife

Bei recht kühlem Wetter (in der Nacht hatte es gefroren) machte man sich 2010 auf den Weg.. Als man 2009 vom Wege abirrte, um dem Rheinburgenweg immer bergauf und bergauf zum Schloss Monrepos mit Mammutbaum zu folgen, da machten sommerliche Temperaturen den älteren Herren zu schaffen. Aber ohne Sonne würde es das schöne Bild mit den sieben Aufrechten vor der blühenden Magnolie nicht geben.
Dagegen begann die letzte Osterwanderung 2014 nach 31 Jahren wie es sich gehörte: „Es war frisch, aber es regnete nicht“, In Willingen angekommen hieß es dann „es war kälter geworden und kurze Regenschauer gingen nieder, dann begann ein längerer Regen und der Wind blies heftig“. Wahrscheinlich wollte Petrus unsere Wandersleut´ nur ein bisschen necken. Karl Heinz Leib, der diese Wanderung organisiert hatte, hatte dafür gesorgt, dass es später aufklarte und man die vielen Willinger Sehenswürdigkeiten wie Sprungschanze, Hochheideturm, Clemensberg, Steinbruch…. auch wirklich sehen konnte.

Die erste Osterwanderung fand 1983 auf Anregung von Martin Waldschmidt aus Fellingshausen statt. Martin, Mitbegründer des Biebertaler Lauftreffs und immer sportlich unterwegs, konnte einige Teilnehmer aus dem Lauftreff dafür begeistern. Die erste Tour führte über Herborn-Alsbach zur Dillquelle und wurde problemlos geschafft von den damals noch „jungen Männern“ Herwig Schmidt, Norbert Volk, Willi Süß, Heinz Waldschmidt, Dieter Waldschmidt und Martin Waldschmidt. Im 2 Jahr wanderte man von Bad Laasphe über Endbach – Hütte nach Fellingshausen. Es folgten Touren im Odenwald, an der Bergstraße, im Vogelsberg (dunkle Wolken, von kalten Winden über uns hergetrieben), auf dem Rennsteig (1991 nur zu viert, drei davon sind bereits verstorben), der Rhön und dem Feldberg. Sogar die sonnige Pfalz zeigte sich angepasst: – „bei angeregten Gesprächen und zeitweise Nieselregen – schlugen wir den falschen Weg ein“. Aber nicht nur der Aufstieg auf den 687m hohen Donnersberg mit Königsstuhl entschädigte dafür. Der Donnersberg wurde wie der Dünsberg vor ca. 2000 Jahren von keltischen Stämmen besiedelt und wie der Dünsberg ist er von mehreren Ringwällen umgeben. Die schöne Wanderung auf dem Lahnhöhenweg (für die wird gerade wieder von der Lahn-Touristik geworben) war nur in mehreren Etappen möglich.

Hale Bopp über Deutschland
Foto wikipedia)

Bei der Rückkehr nach Fellingshausen am Ostersamstag den 29. März 1997 konnte man in der Dämmerung den erst 1995 entdeckten Kometen Hale Bopp nicht nur erkennen, sondern in seiner ganzen Schönheit bewundern, hatte er doch zwei Tage später seine größte Erdnähe erreicht. So stand diese Wanderung unter einem besonders guten Stern. (Hale Bopp wird das nächste Mal Ende Juli 2061 zu sehen sein).

Besonders angetan hatte es der Gruppe der Rheinsteig (230km Länge), den sie von Bonn bis Wiesbaden im Laufe der Jahre mit Unterbrechungen in 7 Etappen erwanderten.

Vom Ende der Ruppertsklamm geht es abwärts ins Lahntal
Fast alpin mutet dieser Teil der Wanderung an; der „Steiger“ Franz Gareis hatte die Klamm alleine durchwandert und lief der Gruppe entgegen
Martin Waldschmidt, Jahrgang 1937, am 31. März 2021 (Foto Renell)

Martin Waldschmidt ist der einzige, der alle Osterwanderungen mitgemacht hat. Es kamen immer mal neue Leute hinzu, mache traten ab, weil die Kräfte nachgelassen hatten; und viele Wanderer der ersten Jahre sind nicht mehr am Leben.
Ein besonderes Erlebnis hatten Günter Dickel, Martin Waldschmidt, Franz Gareis und Hans Crombach, bestiegen sie doch als erste Biebertaler den Dünsberg.. Ihr glaubt es nicht? Dann lest mal weiter unter: Wer waren die ersten Biebertaler auf dem Dünsberg

Hier folgt der Text aus der Wetterauer Zeitung, zu dem das Foto ganz oben gehört

Biebertal (m). Noch immer ist der Weg das Ziel, so wie in den vergangenen 25 Jahren, Die Osterwandergruppe aus Fellingshausen nimmt stets von Karfreitag bis Ostersamstag in deutschen Mittel- und Hochgebirgslagen die Wanderwege unter ihre Füße. Von Anfang an mit dabei ist Martin Waldschmidt, also seit der ersten Tour 1983…..“. Lesen Sie weiter unter: Wetterauer Zeitung. vom 20. April 2009

Alle Fotos bis auf die namentlich gekennzeichneten stammen aus dem Ordner von Martin Waldschmidt. Die Digitalisierung der Fotografie zeigt sich in den Beschreibungen der Rheinsteig-Wanderungen. Nur sie waren verfügbar. Fotos der früheren Wanderungen dürften in diversen Fotoalben schmoren. Vielleicht kann jemand Fotos von früheren Wanderungen dem Bilderbogen zur Verfügung stellen.