Jahreshauptversammlung des Breitensportvereins

Ein Gastbeitrag von Oliver Manger

Open-Air Jahreshauptversammlung des Breitensportvereins

Unter freiem Himmel und den gebotenen Abstandsregeln fand am 26.08. die diesjährige Jahreshauptversammlung des Breitensportvereines Biebertal statt. Vorsitzender Oliver Manger zog am Vereinsheim gemeinsam mit seinem Vize Guido Donat Bilanz zum abgelaufenen Jahr.  Aktuell hat der Verein 635 Mitglieder; weitere 206  Menschen gehen dem Rehasport auf Rezept bzw. angeschlossenen Kursangeboten im Verein nach. Dies ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, jedoch der Coronakrise zu schulden.
Die Vereinsstrategie basiert auf 4 Säulen. Neben dem Fitnessstudio in Fellingshausen und dem Rehasport für die Bereiche Orthopädie, Herzsport und Neurologische Erkrankungen bietet der Verein 15 Angebote aus dem Breitensport. Zudem hat man mehrere Kooperationsangebote zu bieten, die im vereinseigenen Kursraum abgehalten werden. Trotz coronabedingter Einschränkungen, die den Sportbetrieb bekanntlich bis Mai lähmten, blickt man zuversichtlich in die Zukunft. Alle Sparten sind mittlerweile wieder gestartet. Man ist stolz, wieder 72 Stunden Wochenangebot an sportlichen Aktivitäten für die Bürgerinnen und Bürger Biebertals und Umgebung durchführen zu können. Neu aufgenommen wurden der neurologische Rehasport, die Wassergymnastik mit 2 Kursen  im Rodheimer Hallenbad und ein Angebot „Fit und Entspannt ins Wochenende“

„Du kannst den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ konstatierte Manger in seinem Vorstandsbericht. Gemeint war damit u.a. die schnelle Umsetzung zum Bau einer Kunstrasenfläche auf gut 100 qm hinter dem Vereinshaus. Hier fanden die so unter Coronaauflagen viel einfacher durchzuführenden Kurse des Vereines und die Kooperationsangebote wie HipHop, Kindertanzen und Zumba ihren Platz. Zudem wichen einige Angebote auf Online-Präsentationen aus bzw. trafen sich die über 50 Schwimmkinder des Vereines mehrfach an Land , um wenigstens etwas Normalität im Sportbetrieb zeigen zu können.

Guido Donat erstattete als 2. Vorsitzender zusammen mit den Abteilungsleitern den Sportbericht. Mitgliederstärkste Sparte ist weiterhin die Fitnessabteilung, gefolgt von der Schwimmsparte um Abteilungsleiter Hans Below. Dort hatte man sogar keinerlei Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Im Gegenteil. Die Nachfrage u.a. nach Schwimmkursen ist enorm. Schwimmen ist mit etwa der Hälfte der Mitglieder unter 18 zugleich auch mitgliedertärkste Jugendsparte. Below berichtete von zahlreichen Aktivitäten, z.B. dem 2. Platz beim 24-h Schwimmen der DLRG im Giessener Westbad oder dem Vorbereitungskurs für das Rettungsschwimmabzeichen welchen man gemeinsam mit der DLRG Ortsgruppe durchführte, sowie dem herausfordernden Übungsbetrieb.

Die Rehasportangebote des BSV auf Rezept sind mittlerweile eine feste Größe in Mittelhessen geworden. In 17 zertifizierten Gruppen, davon 13 nach abrechnungsfähigen Standards der Krankenkassen ist man mit den Schwerpunkten orthopädischer Rehasport, Herzsport, Wassergymnastik und Neurologie  für die Region aktiv.  Viele Breitensportangebote wie  Paartanz, Tai Chi, diverse Yoga- und Pilateskurse , Basketball (auch für Kids) etc. runden das Gesamtbild ab.

Bei den Vorstandswahlen wurde  Oliver Manger als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. Komplettiert wird der geschäftsführende Vorstand von Guido (2.  Vorsitzender) , Daniela Manger (Kassenwartin) und Michael Schad  (Schriftführer).
Als Sportwart zeichnet David Schad verantwortlich und als Beisitzer sind Heike Reiss und Mike Baumgarten aktiv in die Vorstandsarbeit mit eingebunden.
Auf der vorangegangenen Jugendversammlung konnte bereits Dominik March als Jugendwart des Vereins durch die Aktivitäten und Zahlen der Jugendabteilung führen. 141 Kinder und Jugendliche hat der Verein als Mitglieder. Diese sind hauptsächlich beim Schwimmen, im Fitnessstudio und im Kinderbasketball aktiv. Die Kooperationsangebote HipHop und Kindertanz unter Leitung der ADTV Tanztrainerin Diana Schad erfreuen sich wieder großer Beliebtheit.
Den Kassenbericht erstattete Daniela Manger. Mehr als 575 Einzelbuchungen mussten verarbeitet werden, was exemplarisch den Aufwand bei einer überwiegend auf das Ehrenamt ausgerichteten Vereinsarbeit verdeutlicht.  Dr. Beate Brück und Oliver Ehmann  konstatierten als Kassenprüfer eine vorbildliche und einwandfreie Kassenführung. Neue Kassenprüferin ist nach turnusgemäßem Ausscheiden eines Kassenprüfers nun Katharina Karl.

Großen Wert legt der Verein weiterhin auf das Thema Aus- und Weiterbildung seiner 31 Übungsleiter/innen. Fortbildungen im Rahmen des Lizenzerhalts werden komplett vom Verein übernommen. Im Berichtszeitraum  konnten 3 weitere Ausbildungen zur B- und C Lizenz erfolgreich abgeschlossen werden. Aktuell befinden sich  2 weitere Personen in Aubildung.

Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Michael Seibert und Monika Jensen-Westrich mit Blumen und Wein. Ebenso 25 Jahre im Verein ist Gabi Seibert. Sie konnte leider nicht persönlich anwesend sein.

Im Ausblick gingen die Vorsitzenden auch auf die Entwicklung im Sport unter Corona insgesamt ein. Für alle bedeutet die Krise eine große Kraftanstrengung. Auch das Nutzerverhalten ändert sich. Langjährige Mitgliedschaften und Solidarität mit dem Vereinswesen sind keineswegs mehr selbstverständlich.  Das ist eine Tatsache, die auch von Landessportbund und Sportkreis so bestätigt wird. Im Zeitalter der Digitalität muss sich jeder Verein „neu erfinden“ und an die Bedürfnisse der Menschen anpassen. Hierzu gehört leider auch die Tatsache, dass Vereine zunehmend „Dienstleister im Sport“ werden. Gemeinsam mit den hohen, bürokratischen und rechtlichen Auflagen und dem hohen Maß an Organisation der Sparten bei gleichzeitig steigenden Kosten ist dies durchaus eine große Herausforderung. Dies zeigt auch die Tatsache, dass immer weniger Bürger bereit sind, ein Ehrenamt in Form von Vorstandsarbeit zu übernehmen. Das ist sehr schade, denn schließlich ist das Vereinswesen gelebte Demokratie und der Kit der Gesellschaft. Die gesellschaftlichen Events des Vereinslebens, wie Sommerfest, Kinderfasching und Co fehlen zudem doch sehr. Alles in Allem ist der Verein aber gut aufgestellt und blickt zuversichtlich in die Zukunft für die Zeit nach Corona.

Auf ein neues Angebot wurde nochmals besonders verwiesen. Am 24.09. startet „Fit und entspannt ins Wochenende“. Das Kursangebot von Ulrike Bernhardt am Freitag Abend von 19.15 bis 20.15 Uhr  soll Stress reduzieren mittels Elementen aus der progressiven Muskelentspannung und dem autogenen Training. Weitergehende Info und Anmeldung bei Kurskoordinatorin Anja Donat unter Tel 0176-43508594 oder orga.bsv@online.de


Bild & Text: Oliver Manger, BSV

450. Wochenmarkt in Fellingshausen

Die Gründerväter des Marktes

Seit einem halben Jahr war Anfang 2012 der Rewe-Nahkauf im Ort geschlossen. Die einfachsten Lebensmittel konnten innerhalb des Ortes nicht mehr fußläufig besorgt werden. Da kam die Idee von einem Wochenmarkt auf. Helmut Mattig, einer der Gründerväter des Marktes, ist bis heute mit vollem Einsatz dabei.

v. l. Helmut Mattig, Dieter Synowzik, Friedel Winter

Uwe Volk aus Rodenhausen mit Eiern, Handkäs und Honig; Heinz-Ulrich Dewald aus Pohlheim mit Obst und Gemüse; Bäckerei Schmitz aus Asslar mit Bauernbrot, Brötchen und Kuchen; Petra und Berthold Arjes aus Lohra mit Hausschlachtwurst, Eiern und Kochkäs; Susanne Schneider aus Frankenbach mit selbst erzeugtem Honig und Honigprodukten; sowie Friedel Winter aus Fellingshausen mit einem Glühweinstand, bzw. später Kaffee und Kuchen, waren die ersten Marktbeschicker. Einige von Ihnen sind bis heute zum 450. Markt mit dabei. Aus dem Glühweinstand wurde das Markt-Café. Dies kann aber aufgrund von Corona zur Zeit nicht geöffnet werden. Darüber hinaus gab es immer wieder neue Stände und andere mussten leider aufgegeben werden. Auch Sonderaktionen und Sonderstände sind immer wieder neben den Lebensmitteln zu finden. So gibt es im Frühjahr immer über einige Wochen einen Stand mit Pflanzenverkauf von der Gärtnerei Niekisch aus Kinzenbach. Auch hält der Markt immer wieder Überraschungen bereit. So gaben die Cappuccinos am 19.03.2015 ein 30 minütiges musikalisches Stell-dich-ein. Das kam bei der Boyband scheinbar so gut an, dass sie am 29.9.2018 den Markt erneut besuchten und ihr neues Album „Krasse Zeit“ vorstellten. Das hat natürlich viele Zuschauer angezogen und den Marktbetreibern viel Freude bereitet. Im März 2018 wurde zudem ein Hol- und Bringdienst eingerichtet, der von Herrn Martin Waldschmidt gerne durchgeführt wird. Somit hat auch die ältere Generationen eine Chance, den Wochenmarkt zu besuchen. Auch die Schülerbetreuung „Keltenfüchse“ gibt immer wieder mal ein Stell-dich-Ein und unterstützt den Markt mit einem eigenen Stand.

Viele der Marktbeschicker sind jede Woche, wie auch zum Jubiläum, da und mit dem Kundenzuspruch sehr zufrieden. Erwähnt werden sollte hier, das Edeka Falk das Obst und Gemüse spendet und der Verkauf durch ehrenamtliche Personen aus dem Ort übernommen wird. Laastener Tropfen aus Lützellinden waren pünktlich zum Jubiläum zum ersten Mal vertreten. Sein Angebot sind die „Laastener Tropfen“, das sind Obstbrände vom eigenen Obst aus Leihgestern, gebrannt in der Wetterau bei der Brennerei „Weidmann & Groh“. Spezialität ist sein Traubenbrand vom eigenen Weinberg – mit Sicherheit der Einzige im Landkreis Gießen. Er war sehr zu frieden und beabsichtigt in Zukunft wieder zu kommen. Zwar nicht wöchentlich, aber in einem bestimmten Rhythmus, den er mit Marktleiter Helmut Mattig noch bespricht.

Laastener Tropfen aus Lützellinden

Auch einige Kunden haben wir befragt, wie sie den Wochenmarkt finden und was sie eventuell noch für Wünsche hätten. Hier die ersten Antworten:

Wussten Sie das heute ein kleines Jubiläum ist? 450. Wochenmarkt in Fellingshausen.

Kundin 1: Ja
Kundin 2: Nein
Kunde: Ja, war wieder vor Ort

Wie finden Sie den Wochenmarkt hier in Fellingshausen?

Kundin 1: Sehr gut
Kundin 2:  Super. Es ist zwar viel kleiner, als der in Gießen, aber es ist alles da, was man braucht. Besonders die Musik ist schön.
Kunde: Hat sich in den 10  Jahren sehr gut entwickelt

Kommen Sie regelmäßig, um Ihre Einkäufe hier zu erledigen?

Kundin 1: Nein, leider beruflich nicht möglich
Kundin 2: Nein, leider nicht
Kunde: Ja, seit Bestehen.

Fehlt irgendetwas oder hätten Sie Wünsche und Anregungen?

Kundin 1: Ich finde das Angebot sehr gut und finde es sehr beeindruckend, wieviel Engagement dahinter steckt und ich hoffe sehr, dass der Markt weiterhin bestehen bleibt.
Kundin 2: Es ist super. Wenn kein Corona ist vielleicht noch ein paar Sitzgelegenheiten.
Kunde: Ich weis wie schwer es ist Marktbeschicker für Milchprodukte zu
finden. Das Bestreben nicht aufgeben, denn das wäre eine zusätzliche
Bereicherung  Ein Wunsch, dass noch mehr Fellingshäuser die Arbeit der
ehrenamtlich tätigen Personen für den Markt durch ihren Besuch und
Einkauf unterstützen und würdigen.

Zum Abschluss mal ein großes Dankeschön an Marktleiter Helmut Mattig. Egal ob Kunde, Händler oder Presse – er hat für alle ein offenes Ohr und versucht jedem gerecht zu werden. Ohne einen solchen Einsatz wäre der Wochenmarkt vielleicht schon wieder passé. Ein Interview mit ihm findet ihr im übrigen im Bericht in der Dorfzeitung.

Bilder: C. Haus, Wochenmarkt
Quelle: Infomaterial von Helmut Mattig


Helmut Mattig ergänzte den Beitrag um folgenden Text und weitere Bilder von Volker Mattern:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin P. Ortmann,

anbei noch ein paar Bilder vom kleinen Jubiläum, die mich heute erreichten, zur Kenntnis.

„Danke“ noch mal für den Glücksaufstrich und die Aussicht auf einen festen Unterstand (Carport).
Können wir vom Marktteam davon ausgehen das die Fa. Chr. Ruppert den Auftrag erhält?
(eingereichtes Angebot)
In den kommenden Biebertaler Nachrichten ( 21. Mai) haben wir schon mal eine wage Vorschau gemacht.

Eine wage Vorschau:
Falls die Inzidenz im Landkreis weiter sinkt, die Biergärten vielleicht öffnen dürfen,
dann ist es auch nicht mehr weit unser beliebtes Markt – Cafe` zu öffnen!

Wir laden Sie jetzt schon dazu ein und Sie als Ordnungshüterin geben uns „Grünes Licht“ wann wir öffnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Mattig, Marktteam

Fotos: Volker Mattern, der auch den folgenden Text schrieb: