Vor der Bescherung:

Ein besinnlicher Spaziergang am Krippenweg

Bild 3 zeigt die Wandermarkierung KR für Kelten-Römer-Weg. ein Teil des Krippenweges führt auf dem KR, ein ganz kleiner Teil sogar auf dem Elisabethweg.

Begegnungen

Bei unserem Spaziergang am 3. Advent sahen wir eine Gruppe von Menschen im Nebel, die offenbar in eine Andacht versunken war.

Als sich die Gruppe auflöste, sprach ich die Menschen an. Mit Frau Krauß-Ide führte ich ein Gespräch, das hier wieder gegeben wird.

Eveline Renell im Gespräch mit Frau Krauß-Ide von der „Religiösen Gesellschaft der Freunde – Quäker“,
Der Winter ist ganz schön grün,
wenn man genauer hinguckt.
Links Winfried und Frau Krauß-Ide aus Gießen
Rechts Friedel Winter und Eveline

Wie aus dem aufgezeichneten Gespräch hervorgeht, gehört die Andachtsgruppe der „Religiösen Gesellschaft der Freunde = Quäker“ an. Dazu finden sie unter der Fußnote *1) mehr Informationen. Was es mit den Care-Paketen auf sich hat, ist unter Fußnote *2) zu lesen.

zu *1) wikipedia.org Quäkertum

zu *2).Deutschlandfunkkultur.de/70 Jahre Care-Pakete-Geschenk des Himmels

In (..) Winter 1946 gibt es (in Deutschland) zahlreiche Hungertote. Die Westalliierten sehen die Katastrophe kommen. Doch weder Briten noch Amerikaner wollen, zunächst jedenfalls, ihren Steuerzahlern zu Hause zumuten, ein paar Monate nach der Befreiung der KZ Bergen-Belsen oder Dachau, die Deutschen zu alimentieren. Andererseits – verhungern lassen will man sie auch nicht. Im Januar 1946 erscheint in der amerikanischen Zeitschrift „Life“ ein flammender Appell des Schriftstellers John Dos Passos. Unumwunden heißt es da:

„Amerikaner setzen ihren Sieg in Europa aufs Spiel. Wir haben das Hitler-Regime hinweggefegt, aber viele Europäer glauben, dass die Heilung schlimmer ist als die Krankheit.“
Das wirkt. In Amerika schließen sich über 20 Wohlfahrtsverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, die ein einziges Ziel hat: den hungernden Deutschen zu helfen. Darunter befinden sich neben jüdischen auch zahlreiche kirchliche Organisationen: die Heilsarmee, die Mennoniten, die Quäker und die „Church of Brethren“, eine ursprünglich aus Deutschland stammende, pietistische Gemeinschaft. Sie alle gründen die „Cooperative for American Remittance to Europe“, die „Genossenschaft für amerikanische Sendungen nach Europa“, kurz „Care“ genannt. Es ist eine Abkürzung, die als Akronym gleichzeitig auf das Wort „to care“ – „für jemanden sorgen“ – hinweist:

„Damals, 1946, kamen die amerikanischen Wohlfahrtsverbände, die sich in der Care-Organisation zusammengeschlossen hatten, und brachten uns Pakete, die aus der Armee übernommen worden waren und das Lebensnotwendigste einer Familie boten. Als diese Pakete dann ausgegeben waren und Care festgestellt hatte, dass die Not auch noch nicht bei weitem gelindert war, ging die Organisation dazu über und packte in eigener Verantwortung und Regie Pakete in Amerika ab, für die sie immer wieder eine ausreichende Zahl von Spendern fand.“
Erinnerte sich der evangelische Pfarrer Heinrich Johannes Diehl, Verbindungsmann der nordwestdeutschen Kirchen zu den alliierten Behörden und zuständig für Einfuhr und Verteilung der Hilfslieferungen. Jedes dieser Pakete, so hat Konrad Adenauer später gesagt, sei ein Beweis dafür, dass der Geist christlicher Barmherzigkeit und Versöhnung in den Herzen der Amerikaner lebendig sei.

Auf dem 13. Krippenweg

vom 28. November (1. Advent) bis zum 6. Januar (Heilige drei Könige, Epiphanias)

In diesem Jahr ist so manches anders. Eine offizielle Einweihung mit Umzug, Glühwein und Bratwurst wird es nicht geben. Dafür lohnt sich die Wanderung auf dem Fellingshäuser Krippenweg schon ab dem 1. Advent

51 Krippen am diesjährigen Krippenweg – und los geht es am Sportlerheim, dann links herum zur Nr. 1
Wer kann dem Lächeln dieses freundlichen Krippenvaters
Friedel Winter widerstehen?

Eine kleine Gruppe von netten Menschen hatte sich am 21. November um 14.00 Uhr am Sportlerheim in Fellingshausen versammelt, um den gesamten Krippenweg abzugehen, den Zustand der Krippen zu begutachten oder selber eine zugeteilt zu bekommen. Es waren wenige dabei, die schon mal eine Krippe hatten, aber erfreulicherweise Neulinge aus den Nachbarorten Heuchelheim und Gießen. Sogar eine Grundschulklasse aus Linden wird eine Krippe aufbauen. Ihre Lehrerin war mit ihrer Tochter dabei wir haben einige Interviews gemacht, die Sie hier anhören können.

Fabian Sauer stellt sich vor
Die Menschen lauschen Friedels Erläuterungen; rechts:
diese alte Krippe wurde von Mutter Natur sehr schön gestaltet
Familie Sauer aus Heuchelheim
Zu Hause wurde von der ganzen Familie schon viel vorbereitet
Eine winzige Krippe, noch vom Vorjahr und leicht zu übersehen. Finden Sie sie?

Und damit er nicht verloren geht, hier noch einmal der Beitrag von Runa Steinmüller:

Nachtrag vom 4. 12. (Barbaratag): So langsam füllen sich die Krippen. Hier folgen Fotos der Krippe der Grundschulklasse 2A der Burgschule Linden. Die Krippe steht am Ende der Pfarrstraße.

Christo in Fellingshausen?

Foto: Lindemann, Juli 2021

Sommer 2021: Die Fellingshäuser Kirche am zentralen Dorfbrunnen ist verhüllt.
Dabei denke ich sofort an Christo.
Allerdings, wenn eine Kirche eingehüllt ist, stehen doppeldeutige Interpretationen im Raum.
Ist Christo drinnen in der Kirche? … oder …
Hatte Christo, wie in Berlin bei der Verhüllung des Reichstages 1995, seine Hände im Spiel?

Auffällig im Bild sind deutlich weniger Menschen an der verhüllten Kirche interessiert, als damals in Berlin, als das Kunstprojekt „Verhüllter Reichstag“ vom Künstlerehepaar Christo Wladimirow Jawaschew und seiner Frau Jeanne-Claude endlich nach Jahren realisiert werden konnte.

Foto: Reichstag

Spektakulär sind die Sanierungsarbeiten am Dach unserer Kirche dennoch, zumal auch ganz oben an der Kirchturmspitze gearbeitet und der Hahn auf der Zinne poliert werden wird.

ev. Kirche Fellingshausen unverhüllt, Foto: Lindemann

Neues und Gutes vom Lapidarium

Juli 2021

Bei dem Herrn Schwalm und seinen beiden Mitarbeitern vom Bauhof bedankt sich Herr Döpfer, der Initiator des Grenzsteingartens, für die rasche Umsetzung des Projekts „trockene Füße am Lapidarium“.
Die Hackschnitzel hat er selbst verteilt. „War ganz schön anstrengend für’n alten Mann“, schreibt er.
Auch ein Mülleimer wurde nun dort neu installiert. Jedoch, wie so vieles bei dem Projekt Grenzsteingarten an ihm hängen bleibt, liegt neben dem Auffüllen der Informationsflyer nun auch die Leerung und das Aufräumen des Mülls am Platz sowie das Mähen in seinen Händen.

Im Folgenden nun, zur allgemeinen Information, mein Gedächtnisprotokoll zum Treffen von Hans Ulm, Bernhard Steitz und Dr. Alfons Lindemann vom Ortsbeirat Fellingshausen mit Herrn Döpfer, dem Initiator des Grenzsteingartens, am Lapidarium sowie die Bilder zum Zustand, wie es bislang noch aussah:

Vorher: (Mitte Mai 2021)

Lapidarium Juni 21

Die Bilder oben zeigen die alljährlichen Auswirkungen des Regen- und Quellwassers auf den Weg von Fellingshausen nach Rodheim zum EDEKA-Markt. Eine passende Drainage oder ein Graben, der das Wasser ableitet, fehlt. Daher gibt es regelmäßig mindestens im Frühjahr und Herbst nasse Füße / dreckige Schuhe.

Nachdem die Wiese linkerhand des Lapidariums Ende Mai gemäht wurde:

Ortsbeirat am Lapidarium
Ortsbeirat Fellingshausen – Treffen mit Herrn Döpfer am Lapidarium 1.6.2021

Kurzer Einschub:

Solcherlei topographische Karten 1:25000 und mehr sind am Grenzsteingarten bei uns zu finden.
Aktuelle Karten sind über die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation HVBG.hessen.de/Topographische-karte-tk25 für ein paar Euro zu beziehen.

Unter https://geobasis-bb.de/sixcms/media.php/9/Faltblatt-Topo-Karten.pdf findet der Interessierte Hilfe, topographische Karten zu verstehen und nutzen; ebenso hilfreich Ergänzungsinformationen finden sind z.B. http://geomatik-ausbildung.de/download/TIPPSzumKartenlesen.pdf und https://www.hillwalktours.de/wandern-reiseblog/karten-lesen-wie-liest-man-topographische-karten/ .


Wie die beklagenswerten Bilder oben dokumentieren, war der Boden am Steinmuseum vor dem Einsatz der Gemeinde ziemlich aufgeweicht, so dass das Laufen dort zumindest für die Schuhe wenig einladend war.
Die dort verlegten Abgrenzungsbaumstämme waren ziemlich morsch und der Zuweg war vom Bauern frisch zu Brei gefahren. Andererseits könnte man auch sagen: der Bauer hat den in Karten eingezeichneten Weg wieder freigelegt.
Ein anhaltendes Ärgernis, hier nur „gering ausgefallene“ Fotobeispiele, ist der immer wieder zu findende Müll in den Flyerboxen, auf den Bänken und am Boden des Rastplatzes am Kelten-Römer-Weg, den Herr Döpfer allwöchentlich entsorgt.
Bislang hat er sogar die Flyer in den Boxen auf eigene Rechnung der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. … Das ist für ihn nun nicht länger tragbar; andere Lösungen müssen gefunden werden!

All das – auch ein Rasentrimmer – sei zum Teil mit Geldern aus Zuwendungen von Sparkasse und Volksbank möglich gewesen.

„Da der Grenzsteingarten in den offiziellen Karten und Broschüren zum Kelten-Römer-Weg und zum Lahnwanderweg aufgeführt ist, könnten Herr Liebetruth von der Touristik-Kooperation Gleiberger Land oder der Kreis für die Kosten zuständig sein. Eine 50%ige Kostenbeteiligung seien auch schon mal vom Kreis zugesagt gewesen, aber nie geflossen“, berichtete Herr Döpfer dem Ortsbeirat. „Wer die restlichen 50 % übernehmen solle, sei nie geklärt worden.
Auf Anfrage aber habe Herr Liebetruth seinen Antrag auf Finanzierung der Faltblätter an die Gemeinde Biebertal weitergeleitet. Von dort sei aber nie eine Reaktion erfolgt.“

Müllbeispiele

Auch das Schild mit den Erklärungen an der Toteneiche stamme von ihm, erzählt Herr Döpfer.

Auf Nachfrage vom Ortsbeirat jetzt, erklärte die Bürgermeisterin, es sei kein Problem, die Fleyer in der Gemeindeverwaltung auf einem Laserdrucker zu drucken.
Herr Döpfer übernimmt dann das Falten und Einstellen der Informationsbroschüren für die ausgestellten Steine.

Die Texte der Fleyer zu über Grenzmale im Gleiberger Land, verschiedene Steine und Landesgrenzstein sind auch über folgende Seite herunterzuladen: https://www.grenzmale-hessen.com/lapidarien/gleiberger-land/ .
(Text und Fotos wurden von Herrn Döpfer heute mündlich zur anderweitigen Veröffentlichung freigegeben.)

„Die Anbringung eines QR-Codes mit entsprechender Verlinkung an der Hinweistafel wäre ebenfalls sinnvoll“, regt er für die Dorfentwicklung an.
Weitere Informationen zu Grenzsteinlapidarien in Hessen finden sich mit allgemeinen Erklärungen über: https://www.grenzmale-hessen.com/lapidarien/.

Ein Thema während unserer Besprechung waren auch die Eichenprozessionsspinner, da das Lapidarium von jungen Eichen umstanden wird. Da gelte es, ein Auge darauf zu haben; nicht nur ein paar Meter weiter am Weg an der Sitzbank Richtung Rodheim!

Noch würde er die Pflege des Steingartens (Flyer nachfüllen, die Tafeln und die Bank säubern, Müll entfernen, Mähen) übernehmen; aber es bedürfe dringend einer Nachfolgeregelung, so Döpfer.
Denn er mähe nicht nur am Lapidarium, sondern auch um den Dreimärker-Stein (KRO, FEL, ROD) auf der anderen Seite des Heegstrauch im Tal, damit er beim Wiesemähen vom Trecker aus gesehen und nicht weiter beschädigt wird.

Dreimärkerstein oberhalb des „D“ von Dreimärkerstein auf der Wiese

Insgesamt, so ein Fazit im Gespräch, fehlen in der Biebertaler Gemarkung Mülleiner, wie sie z.B. mit gutem Erfolg in der Gemeinde Atzbach, sogar im Wald an Rastplätzen, aufgestellt sind. Dort ist am Weg kein Müll außerhalb der Mülleimer zu sehen, so wie er bei uns alle Nase lang in der Landschaft zu finden ist.
Hier sollten sich Einheimische wie Besucher achtsamer mit unserer schönen Natur umgehen und mitnehmen was sie mitbringen.

Desweiteren wies Herr Döpfer darauf hin, dass der VHC (Vogelsberger Höhen Club), für den er viele Jahre Wege markiert habe, im letzten Jahr die weitere Markierungen der Wanderwege des VHC – wegen Personalmangels – gestrichen habe.
Insgesamt aber sei die Wegmarkierungssituation in der Gemeinde außerordentlich schlecht;
z.B. werde er oft von Wanderern gefragt, wo denn der ausgeschilderte archäologische Wanderweg am Dünsberg zu finden sei. Der sei nicht zu finden; ebenso wie andere Wege auch und dass das Verlaufen am Dünsberg selbst für Ortsunkundige ohne Schwierigkeiten gelänge.

Fotos: Lindemann und Döpfer

Neue Informationstafeln in den Ortsteilen

Hier das Hinweisschild auf dem Römer-Kelten-Weg am Lapidarium in Fellingshausen.

4 Jahre nach der Reklamation der alten überholten Hinweisschilder durch die Zukunftswerkstatt Biebertal sind nun neue Schilder Realität geworden; nicht nur in Fellingshausen.
Hier entdeckte ich es heute Morgen auf meinem Spaziergang am Lapidarium. Erfreut habe ich mich bei Markus Wisker bedankt, der meinte, ich sei wohl einer der ersten, denen die Veränderung aufgefallen sei.
Er berichtete weiter, dass Frau Ortmann und Pressevertreter vor Ort waren, als das letzte Schild aufgehängt wurde. Das Bilderbogen-Team als lokales Online Presseorgan für Biebertal war nicht informiert worden.

Der Graphiker Markus Wisker hat die Schilder gestaltet und am 2. 6. 2021 ausgetauscht.
Erst das Engagement des Gewerbevereins und Mittel aus dem Tourismusbudget der Gemeinde haben die Aktualisierung möglich gemacht.

Auf der alten Informationstafeln waren noch Gaststätten, Firmen und vor allem Apothekenadressen aufgeführt, die es seit Jahren nicht mehr gab. Ortsfremde wurden dadurch möglicherweise auf gefährliche oder zumindest frustrierender Weise in die Irre geleitet.

Hinweisschild

Auf den neuen Tafeln sieht man, wie sich das Angebot inzwischen erweitert hat und auch den neuen Umgang mit dem angestrebten sanften Fremdenverkehr in Biebertal; vor allem aber auch die korrekten Adressen von Apotheken.

Fotos: Lindemann

Die Osterwanderungen einiger alter Hasen..

Die Wanderer Günter Dickel, Hans Crombach, Franz Gareis, Jürgen Volk, Achim Crombach, Martin Waldschmidt und Heinz Leib (v.l.).
Von links nach rechts: Die Wanderer Günter Dickel, Hans Crombach, Franz Gareis, Jürgen Volk, Achim Crombach, Martin Waldschmidt und Heinz Leib (v.l.). Es fehlt Herbert Kienholz auf dem Rheinsteig 2009 (Fotos: m-Wetterauer Zeitung)

Osterspaziergang, Ostermarsch, Osterwanderung…..ob Dichter, Friedensbewegte oder Fellingshäuser. Wenn Ostern, das liebliche Fest naht, zieht es alle ins Freie. Das kann kein Wetter verhindern. …“am Vorabend und in der Nacht hatte es geschneit, so hieß es 2013

Ein kalter Wanderungsbeginn für die letzte Etappe des Rheinsteiges 2013

Für das Ziel Loreley liest man „Leider war das Wetter nicht besonders gut. es war recht frisch und sah nach Regen aus.“

Auf der Loreley mit Blick ins Seelenbachtal gegenüber
Blick auf die Rheinschleife

Bei recht kühlem Wetter (in der Nacht hatte es gefroren) machte man sich 2010 auf den Weg.. Als man 2009 vom Wege abirrte, um dem Rheinburgenweg immer bergauf und bergauf zum Schloss Monrepos mit Mammutbaum zu folgen, da machten sommerliche Temperaturen den älteren Herren zu schaffen. Aber ohne Sonne würde es das schöne Bild mit den sieben Aufrechten vor der blühenden Magnolie nicht geben.
Dagegen begann die letzte Osterwanderung 2014 nach 31 Jahren wie es sich gehörte: „Es war frisch, aber es regnete nicht“, In Willingen angekommen hieß es dann „es war kälter geworden und kurze Regenschauer gingen nieder, dann begann ein längerer Regen und der Wind blies heftig“. Wahrscheinlich wollte Petrus unsere Wandersleut´ nur ein bisschen necken. Karl Heinz Leib, der diese Wanderung organisiert hatte, hatte dafür gesorgt, dass es später aufklarte und man die vielen Willinger Sehenswürdigkeiten wie Sprungschanze, Hochheideturm, Clemensberg, Steinbruch…. auch wirklich sehen konnte.

Die erste Osterwanderung fand 1983 auf Anregung von Martin Waldschmidt aus Fellingshausen statt. Martin, Mitbegründer des Biebertaler Lauftreffs und immer sportlich unterwegs, konnte einige Teilnehmer aus dem Lauftreff dafür begeistern. Die erste Tour führte über Herborn-Alsbach zur Dillquelle und wurde problemlos geschafft von den damals noch „jungen Männern“ Herwig Schmidt, Norbert Volk, Willi Süß, Heinz Waldschmidt, Dieter Waldschmidt und Martin Waldschmidt. Im 2 Jahr wanderte man von Bad Laasphe über Endbach – Hütte nach Fellingshausen. Es folgten Touren im Odenwald, an der Bergstraße, im Vogelsberg (dunkle Wolken, von kalten Winden über uns hergetrieben), auf dem Rennsteig (1991 nur zu viert, drei davon sind bereits verstorben), der Rhön und dem Feldberg. Sogar die sonnige Pfalz zeigte sich angepasst: – „bei angeregten Gesprächen und zeitweise Nieselregen – schlugen wir den falschen Weg ein“. Aber nicht nur der Aufstieg auf den 687m hohen Donnersberg mit Königsstuhl entschädigte dafür. Der Donnersberg wurde wie der Dünsberg vor ca. 2000 Jahren von keltischen Stämmen besiedelt und wie der Dünsberg ist er von mehreren Ringwällen umgeben. Die schöne Wanderung auf dem Lahnhöhenweg (für die wird gerade wieder von der Lahn-Touristik geworben) war nur in mehreren Etappen möglich.

Hale Bopp über Deutschland
Foto wikipedia)

Bei der Rückkehr nach Fellingshausen am Ostersamstag den 29. März 1997 konnte man in der Dämmerung den erst 1995 entdeckten Kometen Hale Bopp nicht nur erkennen, sondern in seiner ganzen Schönheit bewundern, hatte er doch zwei Tage später seine größte Erdnähe erreicht. So stand diese Wanderung unter einem besonders guten Stern. (Hale Bopp wird das nächste Mal Ende Juli 2061 zu sehen sein).

Besonders angetan hatte es der Gruppe der Rheinsteig (230km Länge), den sie von Bonn bis Wiesbaden im Laufe der Jahre mit Unterbrechungen in 7 Etappen erwanderten.

Vom Ende der Ruppertsklamm geht es abwärts ins Lahntal
Fast alpin mutet dieser Teil der Wanderung an; der „Steiger“ Franz Gareis hatte die Klamm alleine durchwandert und lief der Gruppe entgegen
Martin Waldschmidt, Jahrgang 1937, am 31. März 2021 (Foto Renell)

Martin Waldschmidt ist der einzige, der alle Osterwanderungen mitgemacht hat. Es kamen immer mal neue Leute hinzu, mache traten ab, weil die Kräfte nachgelassen hatten; und viele Wanderer der ersten Jahre sind nicht mehr am Leben.
Ein besonderes Erlebnis hatten Günter Dickel, Martin Waldschmidt, Franz Gareis und Hans Crombach, bestiegen sie doch als erste Biebertaler den Dünsberg.. Ihr glaubt es nicht? Dann lest mal weiter unter: Wer waren die ersten Biebertaler auf dem Dünsberg

Hier folgt der Text aus der Wetterauer Zeitung, zu dem das Foto ganz oben gehört

Biebertal (m). Noch immer ist der Weg das Ziel, so wie in den vergangenen 25 Jahren, Die Osterwandergruppe aus Fellingshausen nimmt stets von Karfreitag bis Ostersamstag in deutschen Mittel- und Hochgebirgslagen die Wanderwege unter ihre Füße. Von Anfang an mit dabei ist Martin Waldschmidt, also seit der ersten Tour 1983…..“. Lesen Sie weiter unter: Wetterauer Zeitung. vom 20. April 2009

Alle Fotos bis auf die namentlich gekennzeichneten stammen aus dem Ordner von Martin Waldschmidt. Die Digitalisierung der Fotografie zeigt sich in den Beschreibungen der Rheinsteig-Wanderungen. Nur sie waren verfügbar. Fotos der früheren Wanderungen dürften in diversen Fotoalben schmoren. Vielleicht kann jemand Fotos von früheren Wanderungen dem Bilderbogen zur Verfügung stellen.

Zeit für die Buchsbaumerhaltung Mitte April

25m lang und 4m hoch: Buchsbaumhecke in der Marschallstraße
Weiß eigentlich jemand, wann und von wem die gepflanzt wurde?


Bald ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um etwas gegen den Buchsbaumzünsler zu unternehmen. Wenn ein Befall mit Spritzmitteln behandelt werden soll, sollten sich die Raupen frei fressend in den Außenbereichen des Strauches aufhalten, damit sie vom Spritzmittel getroffen werden. Dies ist in der Regel in der zweiten Aprilhälfte und Anfang Juli der Fall. Üblicherweise wird mit einer Aufschlämmung bzw. Suspension *) – Erklärung siehe ganz unten mit Bacillus thuringiensis gesprüht. Er gilt als sehr verträglich und effektiv. Bt-Toxine werden im Gartenbau sowie Land- und Forstwirtschaft als Pflanzenschutzmittel und zur Stechmückenbekämpfung eingesetzt. Mit ihnen können etwa Frostspanner oder Buchsbaumzünsler bekämpft werden. Da die Präparate ausschließlich gegen Schmetterlingsraupen wirken, sind andere Lebewesen nicht in Gefahr. https://de.wikipedia.org/wiki/Bacillus_thuringiensis

Am 14. September 2020 hatte ich schon einmal auf die ungewöhnliche Buchsbaum-Hecke in der Fellingshäuser Marschallstraße aufmerksam gemacht. sehr selten und erhaltenswert
Zwischenzeitlich habe ich ganz viele Grundstücke im Dorf gefunden, in denen große Buchsbaumpflanzen wachsen. Auch sie sollten erhalten werden. Man kann sicherlich an ihnen die Anpassungen an Klima und Schaderregern studieren. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es fast keine Buchsbäume mehr. Wir sollten unsere hegen und pflegen!

Zitiert von Untere Naturschutzbehörde Kreis Gießen:  Gehölze als Einzelbäume oder Hecken sind wichtiger Teil dörflicher und ländlicher Lebensräume, die vor allem mit zunehmendem Alter einen hohen Wert für den Naturschutz und die Landschaft haben. Im Hessischen Naturschutzgesetz heißt es in § 14: (1) Naturdenkmale sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz
1. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
2. wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit
erforderlich ist.

*) Unter einer Suspension oder Aufschlämmung versteht man eine so feine Verteilung von nicht in Wasser löslichen festen Stoffen – es muss lange gerührt werden – dass sie im Wasser schweben.

Bilder vom Krippenweg

2020 fällt der Krippenweg aus – aber hier eine Bildergalerie von 2011

Holly und Elly an der Naturkrippe
Holly und Elly an der Krippe der Grundschule am Keltentor

Auch wenn 2020/21 kein offizieller Krippenweg stattfindet, lohnen sich Spaziergänge entlang der bekannten ca. 2 km langen Route zwischen dem Fellingshäuser Sportplatz und der Sandkaute.
Holly (7) und Elly (5) Stein (in den Bildern oben) machten am 19, Dezember mit ihrer Oma schon mal eine Vortour und freuten sich, dass bereits ein paar Krippen aufgebaut waren. Bei der links im Bild konnten sie noch selber Hand anlegen.
Etliche Krippenpatinnen holten nämlich schon das Zubehör bei Friedel Winter ab. Damit ging die Hoffnung des „Krippenvaters“ Winter auf, als er vor einigen Jahren anbot, Patenschaften für Krippen am Wege zu gestalten.
Im Jahr 2020, in dem die Menschen mit vielerlei Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu kämpfen hatten, gibt es zwar keine 50 Krippen mehr, wie im vergangenen Jahr, dafür ist die Überraschung umso größer, wenn aus versteckten Wurzelstubben wieder eine der wunderschön dekorierten Krippen auftaucht.
Auch halten sich die Paten an Winter´s Vorgabe, keine künstliches Licht im Wald. Er hatte sich mit Bürgermeisterin Patricia Ortmann und der Försterin Ulrike Henrich geeinigt, dass nur Teelichter und Kerzen die heilige Familie und die Tiere im Stall ausleuchten. In dieser Form soll das Licht Hoffnung symbolisieren und die kleinen und großen Kinderherzen erfreuen.

Den Spaziergang entlang des Krippenweges unternehmen Sie auf eigene Gefahr.
Es besteht kein Versicherungsschutz durch die Gemeinde Biebertal.
Und vielleicht gibt es zwischen den Jahren ja auch wieder Schnee, wie 2011.

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In der Galerie sehen Sie Fotos aus dem Jahre 2011. Weitere Jahre folgen.

Schön sind auch die kleinen Krippen in der Glasglocke, die vorwiegend am Weg zwischen Feldern und Waldrand hingen.

2011 wurden erstmals Krippen zerstört – aber Dank einer Spende von Karstadt auch wieder aufgebaut:

Figuren wurden gestohlen
Hier wurde gestohlen und zerstört
Die Engelgruppe vorm Tipi der Waldgruppe des Kindergartens Fuchsbau in Fellingshausen
Wir vom Bilderbogen wünschen Ihnen schöne Weihnachtsspaziergänge

2020 breitet sich die Idee Krippen aufzustellen aus. Hier einige neue Findlinge aus dem Wald:

Krippe am Lapidarium

Zwei geschmückte Christbäume, zu dem sich später ein Engel gesellte,
im Vetzberger Wald
oberhalb von Fellingshausen

Quellen: Fotostock: Eveline Renell, Winfried Senger, Alfons Lindemann sowie der Artikel „Hoffnung in dunkler Zeit“ im Gießener Anzeiger vom 24. 12. 2020 von Volker Mattern

Bilder vom Krippenweg 2012/13

…..ganz ohne Schnee

Die Engelgruppe der Kita Fuchsbau

Vergleicht man die Fotos von 2011 mit denen von 2012, so fällt natürlich als erstes der fehlende Schnee auf. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt dies:

Heiligabend war der wärmste Tag

Kein Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 60 Jahren ist in Deutschland so grau und trüb gewesen wie der vergangene. Vor allem der Januar und Februar trugen mit extrem wenig Sonnenschein zu diesem Negativ-Rekord bei. Beim Niederschlag zeigte er sich dagegen leicht überdurchschnittlich, wobei sich auch im Flachland mehrfach eine geschlossene Schneedecke bilden konnte. Bei den Temperaturen gab es ein sprunghaftes Auf und Ab. Die wärmsten Tage des Winters waren kurioserweise gerade der Heiligabend und der erste Weihnachtsfeiertag.wetterrueckblick

Darüber hinaus waren viele großartige Baumeister/innen am Werk, die wenigsten davon Kinder. Die Behausungen, die hier im Kleinen gebaut wurden, waren sicher ähnlich den Unterkünften, die unsere Vorfahren in früheren Zeiten im Großen aufsuchten und bauten, um Unterschlupf gegen die Unbilden des Wetters zu finden. Da sind Höhlen, Blätterdächer und Felsnischen. Dann gibt es einfachen Regenschutz und kunstvoll gebaute Häuser. Steckt das noch in uns? Steckt in jedem von uns ein Baumeister, eine Baumeisterin? Aber schauen Sie selbst!

Krippenfiguren: unerlässlich Maria und Josef und Jesus in der Krippe; Ochs und Esel. Die Hirten auf dem Felde mit ihren Schafen kamen später dazu.
Die drei Weisen aus dem Morgenlande sind zwar unerlässliche Krippenfiguren, sind aber wohl eher im Bereich der Legenden anzusiedeln. Möglicherweise waren es iranische Astrologen, die dem Kometen folgten. Und der war kein Komet, sondern ein nahes Beieinanderstehen der Planeten Jupiter und Saturn – wie wir es in diesem Jahr ebenfalls haben. Ob es am 26.12. noch sichtbar ist? Ansonsten gibt es etliche Youtube-Videos verschiedener Sternwarten im Internet.

Die Zeit für den Krippenbau ist natürlich der Dezember. Aber ganzjährig kann man auf Baumstümpfen kleine Burgen bauen. Das macht fast allen Kindern Spaß. Und verwendet wird dazu nur Naturmaterial, das in der Nähe gesammelt wird. Verwandeln Sie den Familienausflug im nächsten Frühling in ein gemeinsames Bauabenteuer!

Quelle: Holzschnitzen

Fotos: Winfried Senger, Eveline Renell