Wassermusik – statt Feuerwerk -zum 500. Wochenmarkt

Eine Dreiviertelstunde nach dem Schließen der Verkaufsstände mussten die Grillwürstchen vor Wassermassen gerettet werden. Die meisten Besucherinnen und Marktbeschicker hatten noch eins ergattert.

Danach ließ man sich die leckeren Forellen-Brötchen schmecken, die die Firma Schomber gespendet hatte. Ein heftiger Wind wehte, der sich zum Glück nicht in einen Sturm verwandelte, Aber Helmut Mattigs Ansprache ging im Getöse der Naturgewalten unter. Die Musikanlage konnte schnell ins Trockene gerettet werden, dann spielte Heins Sawellion aus Krofdorf unplugged weiter. Einige Stammgäste sangen bei der fröhlichen Musik mit. Das undichte Zeltdach sorgte auch darunter für genügend Feuchtigkeit. Aber bald schon wird es einen neuen Unterstand geben. Das hatte die Bürgermeisterin noch bei strahlendem Sonnenschein angekündigt.

Am 5. Januar 2012 ging der erste Wochenmarkt vor dem einstigen Rewe-Nahkauf an den Start. Fisch Schomber war schon dabei, ebenso der Bäcker und der Wurststand. Obst und Gemüse verkaufte Herr Dewald, der schon etliche Jahre in Rente ist, aber regelmäßig auf dem Markt vorbei schaut.

Und jede Woche neue Schilder. Dieses ist vom 19. Mai 2022

Die folgenden Fotos wurden im September 2012 aufgenommen, anlässlich des ersten Pflanzenverkaufes.

September 2012, neun Monate nach der Eröffnung: Auch Friedels Marktcafé gab es schon. Wie man sieht, blieben die Preise für Kaffee und Kuchen 10 Jahre lang stabil.
Landbäckerei Schmitz und Fleischstand
Blumenzwiebel-Verkauf mit Spenden für die Dorfbeete zur 750-Jahr -Feier

Das Gebäude wurde einige Jahre später verpachtet, so dass der Wochenmarkt seit dem 9. Januar 2014 auf dem Gelände vor der Mehrzweckhalle stattfindet. Was sich erst als räumlich beengt darstellte, wurde nach kurzer Zeit als viel gemütlicher empfunden. *)

Eindrücke vom Markttreiben am 19. Mai 2022

Fotos und Screenshots von Videos: Winfried Senger

*) Die ungehaltene Rede von Helmut Mattig wird demnächst hier abgedruckt. Sie musste wegen des Unwetter-Lärms nach wenigen Sätzen abgebrochen werden.

Am Gründonnerstag 14. April beginnt der Pflanzenverkauf

auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt, 6x bis zum 19. Mai 2022, 15.00 – 17.00 Uhr

Bellis in rot, rosa, weiß, gefüllt und ungefüllt

Das Foto stammt vom 23. März. Es ist für mich immer ein Genuss, die Gärtnerei Niekisch in Kinzenbach zu besuchen. Einige der vielen <Tausendschönchen, Maßliebchen, Gänseblümchen> oder genauer Bellis perennis stehen nun in Schalen in unserem Garten. Von den Zweijährigen ist es die Art, die fast am längsten blüht. Ich nutze sie gerne im Halbschatten, wo es den anderen zu dunkel ist.
Was ist das Besondere an der Gärtnerei Niekisch? Hier wird mit vielen Kenntnissen und modernen Gewächshäusern „so wie früher“ gearbeitet. Das heißt, alles stammt aus eigener Produktion. Bei unserem Besuch konnten wir Tausende frisch pikierter Gemüsepflanzchen bestaunen, die ein Folienhaus fast alleine füllten. Wer selber mal längere Zeit pikiert hat, weiß, welche Arbeit dahinter steckt. Auch davon haben die meisten Gärtnerinnen und Gärtner „Rücken“. In Hessen findet man ansonsten auf den Transportkisten den Namen der Jungpflanzengärtnerei Trübenbach aus der Nähe von Worms, die nahezu alle konventionellen Gärtnereien beliefert. Bei Niekisch können Sie den Pflanzen beim Wachsen zusehen, fragen, welche Erde verwendet wird, wie gedüngt wird und vieles mehr. Es entstehen keine langen Transportwege mit damit verbundenem Energieverbrauch. Die Pflanzen werden zu einem Zeitpunkt angeboten, zu dem man sie unbesorgt in den Garten pflanzen kann – anders als im Bau- oder Supermarkt. Ich habe Frankfurter erlebt, die dreimal Tomatenpflanzen kauften, weil die erste und zweite Anschaffung erfroren war.

Am Gründonnerstag haben wir auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt erste Gemüsejungpflanzen sowie bunte Blumen, die den Garten nicht nur zu Ostern verschönern.

Viola-Haus (Stiefmütterchen, Hornveilchen)
Auf jeden Fall im Tausch: Lenzrosen

Es werden Sämereien angeboten, die von Mitgliedern der Regionalgruppe Mittelhessen des „Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt“ überwiegend selbst nachgezogen wurden.

Als drittes und nicht schlechtestes Angebot: Pflanzentausch! Bringen Sie Pflanzen aus dem eigenen Garten zum Tauschen mit, oder erwerben Sie Pflanzen gegen eine Spende für die Tafel Gießen. Nicht abgeholte Pflanzen werden zu den Hardtgärten in Heuchelheim gebracht, wo es noch viel Platz für sie gibt.

Spielplatz Hardtgärten Heuchelheim, Ludwig-Schneider-Weg

Links:
https://www.hardtgaerten.de
https:/
/tafel-giessen.de/
https://www.gaertnerei-niekisch.de/

Fotos: Eveline Renell

Vor der Bescherung:

Ein besinnlicher Spaziergang am Krippenweg

Bild 3 zeigt die Wandermarkierung KR für Kelten-Römer-Weg. ein Teil des Krippenweges führt auf dem KR, ein ganz kleiner Teil sogar auf dem Elisabethweg.

Begegnungen

Bei unserem Spaziergang am 3. Advent sahen wir eine Gruppe von Menschen im Nebel, die offenbar in eine Andacht versunken war.

Als sich die Gruppe auflöste, sprach ich die Menschen an. Mit Frau Krauß-Ide führte ich ein Gespräch, das hier wieder gegeben wird.

Eveline Renell im Gespräch mit Frau Krauß-Ide von der „Religiösen Gesellschaft der Freunde – Quäker“,
Der Winter ist ganz schön grün,
wenn man genauer hinguckt.
Links Winfried und Frau Krauß-Ide aus Gießen
Rechts Friedel Winter und Eveline

Wie aus dem aufgezeichneten Gespräch hervorgeht, gehört die Andachtsgruppe der „Religiösen Gesellschaft der Freunde = Quäker“ an. Dazu finden sie unter der Fußnote *1) mehr Informationen. Was es mit den Care-Paketen auf sich hat, ist unter Fußnote *2) zu lesen.

zu *1) wikipedia.org Quäkertum

zu *2).Deutschlandfunkkultur.de/70 Jahre Care-Pakete-Geschenk des Himmels

In (..) Winter 1946 gibt es (in Deutschland) zahlreiche Hungertote. Die Westalliierten sehen die Katastrophe kommen. Doch weder Briten noch Amerikaner wollen, zunächst jedenfalls, ihren Steuerzahlern zu Hause zumuten, ein paar Monate nach der Befreiung der KZ Bergen-Belsen oder Dachau, die Deutschen zu alimentieren. Andererseits – verhungern lassen will man sie auch nicht. Im Januar 1946 erscheint in der amerikanischen Zeitschrift „Life“ ein flammender Appell des Schriftstellers John Dos Passos. Unumwunden heißt es da:

„Amerikaner setzen ihren Sieg in Europa aufs Spiel. Wir haben das Hitler-Regime hinweggefegt, aber viele Europäer glauben, dass die Heilung schlimmer ist als die Krankheit.“
Das wirkt. In Amerika schließen sich über 20 Wohlfahrtsverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, die ein einziges Ziel hat: den hungernden Deutschen zu helfen. Darunter befinden sich neben jüdischen auch zahlreiche kirchliche Organisationen: die Heilsarmee, die Mennoniten, die Quäker und die „Church of Brethren“, eine ursprünglich aus Deutschland stammende, pietistische Gemeinschaft. Sie alle gründen die „Cooperative for American Remittance to Europe“, die „Genossenschaft für amerikanische Sendungen nach Europa“, kurz „Care“ genannt. Es ist eine Abkürzung, die als Akronym gleichzeitig auf das Wort „to care“ – „für jemanden sorgen“ – hinweist:

„Damals, 1946, kamen die amerikanischen Wohlfahrtsverbände, die sich in der Care-Organisation zusammengeschlossen hatten, und brachten uns Pakete, die aus der Armee übernommen worden waren und das Lebensnotwendigste einer Familie boten. Als diese Pakete dann ausgegeben waren und Care festgestellt hatte, dass die Not auch noch nicht bei weitem gelindert war, ging die Organisation dazu über und packte in eigener Verantwortung und Regie Pakete in Amerika ab, für die sie immer wieder eine ausreichende Zahl von Spendern fand.“
Erinnerte sich der evangelische Pfarrer Heinrich Johannes Diehl, Verbindungsmann der nordwestdeutschen Kirchen zu den alliierten Behörden und zuständig für Einfuhr und Verteilung der Hilfslieferungen. Jedes dieser Pakete, so hat Konrad Adenauer später gesagt, sei ein Beweis dafür, dass der Geist christlicher Barmherzigkeit und Versöhnung in den Herzen der Amerikaner lebendig sei.

Auf dem 13. Krippenweg

vom 28. November (1. Advent) bis zum 6. Januar (Heilige drei Könige, Epiphanias)

In diesem Jahr ist so manches anders. Eine offizielle Einweihung mit Umzug, Glühwein und Bratwurst wird es nicht geben. Dafür lohnt sich die Wanderung auf dem Fellingshäuser Krippenweg schon ab dem 1. Advent

51 Krippen am diesjährigen Krippenweg – und los geht es am Sportlerheim, dann links herum zur Nr. 1
Wer kann dem Lächeln dieses freundlichen Krippenvaters
Friedel Winter widerstehen?

Eine kleine Gruppe von netten Menschen hatte sich am 21. November um 14.00 Uhr am Sportlerheim in Fellingshausen versammelt, um den gesamten Krippenweg abzugehen, den Zustand der Krippen zu begutachten oder selber eine zugeteilt zu bekommen. Es waren wenige dabei, die schon mal eine Krippe hatten, aber erfreulicherweise Neulinge aus den Nachbarorten Heuchelheim und Gießen. Sogar eine Grundschulklasse aus Linden wird eine Krippe aufbauen. Ihre Lehrerin war mit ihrer Tochter dabei wir haben einige Interviews gemacht, die Sie hier anhören können.

Fabian Sauer stellt sich vor
Die Menschen lauschen Friedels Erläuterungen; rechts:
diese alte Krippe wurde von Mutter Natur sehr schön gestaltet
Familie Sauer aus Heuchelheim
Zu Hause wurde von der ganzen Familie schon viel vorbereitet
Eine winzige Krippe, noch vom Vorjahr und leicht zu übersehen. Finden Sie sie?

Und damit er nicht verloren geht, hier noch einmal der Beitrag von Runa Steinmüller:

Nachtrag vom 4. 12. (Barbaratag): So langsam füllen sich die Krippen. Hier folgen Fotos der Krippe der Grundschulklasse 2A der Burgschule Linden. Die Krippe steht am Ende der Pfarrstraße.

Wochenmarkt Fellingshausen: Team statt Einzelkämpfer?

Foto vom September 2012, dem 2. Jahr des Fellingshäuser Wochenmarktes – noch auf dem Gelände des ehemaligen REWE-Nahkauf. und Helmut Mattig ist von Anfang an dabei

Helmut Mattig sucht Nachfolger/innen
Es hat sich herumgesprochen, dass Helmut Mattig seine „hauptamtliche Wochenmarkt-Betreuung“ demnächst aufgeben möchte. Zirka 20 Jahre nach dem Beginn des normalen Rentenalters will er nun ein wenig kürzer treten. Helmut hat mit seinem Engagement für den Wochenmarkt Maßstäbe gesetzt, vor denen sich viele vielleicht fürchten. Aber es muss ja auch nicht eine einzelne Person sein, die den Markt koordiniert. Wie wäre es denn mit Arbeit im Team?Helmut Mattig hat aufgeschrieben, welche Aufgaben er regelmäßig ausführt.

Die beiden Fotos zeigen: Helmut Mattig ist von Beginn an dabei, aber auch noch am 450. Wochenmarkt 2021 ist er
“ die Seele vom Geschäft“.

Patricia Ortmann dankte Helmut Mattig (l.), und Friedel Winter (2.v.r.). Der neue Ortsvorsteher Alfons Lindemann (Mitte) will den Wochenmarkt ebenso unterstützen wie sein Vorgänger, Dieter Synowzik. Foto: Mattern, Gießener Anzeiger vom 16.5.2021

Ehrenamtliche Aufgaben im Marktteam/ Leitungsfunktion,
die auch durch mehrere Personen wahrgenommen werden können:

Wöchentliche aktuelle Informationen für die Biebertaler  Nachrichten – und gerne für den Bilderbogen!
Pflege unserer Wochenmarkt – Webseite.
Kontakte halten zu unseren Marktbeschickern. (familiär)
Helfer-Wechsel für den Auf- und Abbau des Markt-Cafés regeln
Wochenmarkt-Einkaufsgutscheine ausstellen und einlösen
Am Markttag Eingang zur Rodheimer Straße öffnen und schließen (Poller)
Aufsteller verteilen (Mittwoch und Donnerstag)

In Zeiten der Pandemie – diese Aufgaben werden hoffentlich nicht mehr lange nötig sein:
die Hygiene – Regeln überwachen,
Markteingänge (2) mit Desinfektionsmittel absichern,
Besucher –Kontrolle für das Markt – Cafe`

Versicherungsschutz durch neue Marktordnung ist gewährleistet.

Wer sich beteiligen möchte, kann dies Helmut jeden Donnerstag persönlich oder über Email mitteilen: helmut.mattig@freenet.de.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Fellingshäuser Ortsvorsteher Alfons Lindemann anzusprechen oder ihm zu schreiben:
info@lindemann-coach.de.

Sind Sie neu in Fellingshausen und kennen noch niemanden? Auf und mit dem Wochenmarkt kann sich das ändern, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Wer in Fellingshausen mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

Bitte nicht übersehen – hingehen!

Pflanzentausch kam gut an

Petra Cohrt und Eveline Renell organisierten den Pflanzentausch

Auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt konnten am letzten Septembertag sowohl frisch gepresster Apfelsaft als auch Pflanzen erworben werden. So nach und nach wird das Angebot bekannt. 6 Personen brachten Pflanzen zum Tauschen mit, etliche mehr erwarben sie gegen eine Spende. Insgesamt konnten der TAFEL Gießen 56€ überwiesen werden. Danke allen Spender/innen! Im nächsten Frühling sind wir wieder mit Pflanzen auf dem Wochenmarkt.

Nashi-Birnen aus Rodheim-Bieber, nicht so ansehnlich, aber viel aromatischer als die gekauften. Diese „Apfelbirnen“ brachte Herr Hager vom Obst- und Gartenbauverein mit zum Wochenmarkt.
Nashi-Birne (Frucht)
Pyrus pyrifolia wie man sie im Supermarkt bekommt: Fleckenlos, doch ohne Aroma.
Nashi heißt Birne. Sie wächst gut in Mitteleuropa auf tiefgründigem, humosen Boden und ist nahezu immun gegen Birnengitterrost.

Pflanzen- und Saatgutverkauf auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt beginnt am 15. April

Wie Gärtnern durch die Pandemie hilft“, titelt der Gießener Anzeiger am Sonntag. „Vom Heimkehrer nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Corona-Müden. Viele Menschen suchen in Krisen Trost im Garten. Warum das oft von Erfolg gekrönt ist…“


Goldlack (Erysimum cheiri)
Goldlack, jetzt für Beet und Kasten
Jungpflanzen von Salat und anderen Gemüsen,
verschiedene Sorten

Man braucht keine Pandemie und keine Krise – Gärtnern macht immer Freude. Ich glaube, es gehört zu unserer Natur, dass es uns glücklich macht, etwas wachsen zu sehen. Es ist ähnlich wie wenn wir unsere Kinder beim Großwerden begleiten.
Wir möchten Sie bei Ihrer Gärtnerei unterstützen, ob Sie Neuling sind oder Fortgeschrittene. Vom 15. April bis zum 20. Mai 2021 sind wir an jedem Donnerstag (außer Himmelfahrt) mit Pflanzen, Sämereien und Beratung für Sie auf dem Fellingshäuser Wochenmarkt zu finden. Wir, das sind einige Gartenfrauen von der Bürgerkommune und vom VEN.

So bunt können Erbsenblüten sein
und so bunt die „Roten“ Bete


Saisonpflanzen und Gemüsejungpflanzen stammen aus der Gärtnerei Niekisch aus Kinzenbach, Saatgut und Beratung gibt es von der Regionalgruppe Mittelhessen des VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt). Ab Anfang Mai auch Besonderheiten, z.B. um die 30 Tomatensorten.

Tomatensegen, es gibt ca. 12000 Sorten weltweit
Salat `Lollo Rosso´ in Kombination mit Steinkraut

Außerdem gibt es die Möglichkeit, Pflanzen zum Tausch anzubieten. Dazu können Sie eine kleine Menge mitbringen und Angebote für größere Mengen auf ein Plakat vor Ort schreiben. Hallo an alle, die gerade neu gebaut haben: Das ist die Gelegenheit billig an schöne Pflanzen zu kommen! Ich selber biete z.B. eine Menge Lenzrosen-Sämlinge  in vielen Farben oder Sämlinge von Winterlingen.

Fotos: Eveline Renell

Die Osterwanderungen einiger alter Hasen..

Die Wanderer Günter Dickel, Hans Crombach, Franz Gareis, Jürgen Volk, Achim Crombach, Martin Waldschmidt und Heinz Leib (v.l.).
Von links nach rechts: Die Wanderer Günter Dickel, Hans Crombach, Franz Gareis, Jürgen Volk, Achim Crombach, Martin Waldschmidt und Heinz Leib (v.l.). Es fehlt Herbert Kienholz auf dem Rheinsteig 2009 (Fotos: m-Wetterauer Zeitung)

Osterspaziergang, Ostermarsch, Osterwanderung…..ob Dichter, Friedensbewegte oder Fellingshäuser. Wenn Ostern, das liebliche Fest naht, zieht es alle ins Freie. Das kann kein Wetter verhindern. …“am Vorabend und in der Nacht hatte es geschneit, so hieß es 2013

Ein kalter Wanderungsbeginn für die letzte Etappe des Rheinsteiges 2013

Für das Ziel Loreley liest man „Leider war das Wetter nicht besonders gut. es war recht frisch und sah nach Regen aus.“

Auf der Loreley mit Blick ins Seelenbachtal gegenüber
Blick auf die Rheinschleife

Bei recht kühlem Wetter (in der Nacht hatte es gefroren) machte man sich 2010 auf den Weg.. Als man 2009 vom Wege abirrte, um dem Rheinburgenweg immer bergauf und bergauf zum Schloss Monrepos mit Mammutbaum zu folgen, da machten sommerliche Temperaturen den älteren Herren zu schaffen. Aber ohne Sonne würde es das schöne Bild mit den sieben Aufrechten vor der blühenden Magnolie nicht geben.
Dagegen begann die letzte Osterwanderung 2014 nach 31 Jahren wie es sich gehörte: „Es war frisch, aber es regnete nicht“, In Willingen angekommen hieß es dann „es war kälter geworden und kurze Regenschauer gingen nieder, dann begann ein längerer Regen und der Wind blies heftig“. Wahrscheinlich wollte Petrus unsere Wandersleut´ nur ein bisschen necken. Karl Heinz Leib, der diese Wanderung organisiert hatte, hatte dafür gesorgt, dass es später aufklarte und man die vielen Willinger Sehenswürdigkeiten wie Sprungschanze, Hochheideturm, Clemensberg, Steinbruch…. auch wirklich sehen konnte.

Die erste Osterwanderung fand 1983 auf Anregung von Martin Waldschmidt aus Fellingshausen statt. Martin, Mitbegründer des Biebertaler Lauftreffs und immer sportlich unterwegs, konnte einige Teilnehmer aus dem Lauftreff dafür begeistern. Die erste Tour führte über Herborn-Alsbach zur Dillquelle und wurde problemlos geschafft von den damals noch „jungen Männern“ Herwig Schmidt, Norbert Volk, Willi Süß, Heinz Waldschmidt, Dieter Waldschmidt und Martin Waldschmidt. Im 2 Jahr wanderte man von Bad Laasphe über Endbach – Hütte nach Fellingshausen. Es folgten Touren im Odenwald, an der Bergstraße, im Vogelsberg (dunkle Wolken, von kalten Winden über uns hergetrieben), auf dem Rennsteig (1991 nur zu viert, drei davon sind bereits verstorben), der Rhön und dem Feldberg. Sogar die sonnige Pfalz zeigte sich angepasst: – „bei angeregten Gesprächen und zeitweise Nieselregen – schlugen wir den falschen Weg ein“. Aber nicht nur der Aufstieg auf den 687m hohen Donnersberg mit Königsstuhl entschädigte dafür. Der Donnersberg wurde wie der Dünsberg vor ca. 2000 Jahren von keltischen Stämmen besiedelt und wie der Dünsberg ist er von mehreren Ringwällen umgeben. Die schöne Wanderung auf dem Lahnhöhenweg (für die wird gerade wieder von der Lahn-Touristik geworben) war nur in mehreren Etappen möglich.

Hale Bopp über Deutschland
Foto wikipedia)

Bei der Rückkehr nach Fellingshausen am Ostersamstag den 29. März 1997 konnte man in der Dämmerung den erst 1995 entdeckten Kometen Hale Bopp nicht nur erkennen, sondern in seiner ganzen Schönheit bewundern, hatte er doch zwei Tage später seine größte Erdnähe erreicht. So stand diese Wanderung unter einem besonders guten Stern. (Hale Bopp wird das nächste Mal Ende Juli 2061 zu sehen sein).

Besonders angetan hatte es der Gruppe der Rheinsteig (230km Länge), den sie von Bonn bis Wiesbaden im Laufe der Jahre mit Unterbrechungen in 7 Etappen erwanderten.

Vom Ende der Ruppertsklamm geht es abwärts ins Lahntal
Fast alpin mutet dieser Teil der Wanderung an; der „Steiger“ Franz Gareis hatte die Klamm alleine durchwandert und lief der Gruppe entgegen
Martin Waldschmidt, Jahrgang 1937, am 31. März 2021 (Foto Renell)

Martin Waldschmidt ist der einzige, der alle Osterwanderungen mitgemacht hat. Es kamen immer mal neue Leute hinzu, mache traten ab, weil die Kräfte nachgelassen hatten; und viele Wanderer der ersten Jahre sind nicht mehr am Leben.
Ein besonderes Erlebnis hatten Günter Dickel, Martin Waldschmidt, Franz Gareis und Hans Crombach, bestiegen sie doch als erste Biebertaler den Dünsberg.. Ihr glaubt es nicht? Dann lest mal weiter unter: Wer waren die ersten Biebertaler auf dem Dünsberg

Hier folgt der Text aus der Wetterauer Zeitung, zu dem das Foto ganz oben gehört

Biebertal (m). Noch immer ist der Weg das Ziel, so wie in den vergangenen 25 Jahren, Die Osterwandergruppe aus Fellingshausen nimmt stets von Karfreitag bis Ostersamstag in deutschen Mittel- und Hochgebirgslagen die Wanderwege unter ihre Füße. Von Anfang an mit dabei ist Martin Waldschmidt, also seit der ersten Tour 1983…..“. Lesen Sie weiter unter: Wetterauer Zeitung. vom 20. April 2009

Alle Fotos bis auf die namentlich gekennzeichneten stammen aus dem Ordner von Martin Waldschmidt. Die Digitalisierung der Fotografie zeigt sich in den Beschreibungen der Rheinsteig-Wanderungen. Nur sie waren verfügbar. Fotos der früheren Wanderungen dürften in diversen Fotoalben schmoren. Vielleicht kann jemand Fotos von früheren Wanderungen dem Bilderbogen zur Verfügung stellen.

Zeit für die Buchsbaumerhaltung Mitte April

25m lang und 4m hoch: Buchsbaumhecke in der Marschallstraße
Weiß eigentlich jemand, wann und von wem die gepflanzt wurde?


Bald ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um etwas gegen den Buchsbaumzünsler zu unternehmen. Wenn ein Befall mit Spritzmitteln behandelt werden soll, sollten sich die Raupen frei fressend in den Außenbereichen des Strauches aufhalten, damit sie vom Spritzmittel getroffen werden. Dies ist in der Regel in der zweiten Aprilhälfte und Anfang Juli der Fall. Üblicherweise wird mit einer Aufschlämmung bzw. Suspension *) – Erklärung siehe ganz unten mit Bacillus thuringiensis gesprüht. Er gilt als sehr verträglich und effektiv. Bt-Toxine werden im Gartenbau sowie Land- und Forstwirtschaft als Pflanzenschutzmittel und zur Stechmückenbekämpfung eingesetzt. Mit ihnen können etwa Frostspanner oder Buchsbaumzünsler bekämpft werden. Da die Präparate ausschließlich gegen Schmetterlingsraupen wirken, sind andere Lebewesen nicht in Gefahr. https://de.wikipedia.org/wiki/Bacillus_thuringiensis

Am 14. September 2020 hatte ich schon einmal auf die ungewöhnliche Buchsbaum-Hecke in der Fellingshäuser Marschallstraße aufmerksam gemacht. sehr selten und erhaltenswert
Zwischenzeitlich habe ich ganz viele Grundstücke im Dorf gefunden, in denen große Buchsbaumpflanzen wachsen. Auch sie sollten erhalten werden. Man kann sicherlich an ihnen die Anpassungen an Klima und Schaderregern studieren. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es fast keine Buchsbäume mehr. Wir sollten unsere hegen und pflegen!

Zitiert von Untere Naturschutzbehörde Kreis Gießen:  Gehölze als Einzelbäume oder Hecken sind wichtiger Teil dörflicher und ländlicher Lebensräume, die vor allem mit zunehmendem Alter einen hohen Wert für den Naturschutz und die Landschaft haben. Im Hessischen Naturschutzgesetz heißt es in § 14: (1) Naturdenkmale sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur, deren besonderer Schutz
1. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
2. wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit
erforderlich ist.

*) Unter einer Suspension oder Aufschlämmung versteht man eine so feine Verteilung von nicht in Wasser löslichen festen Stoffen – es muss lange gerührt werden – dass sie im Wasser schweben.

Hoffnungslicht – Ein schönes Geschenk

Das Gedicht steckte in der Klarsichthülle – und das Licht brannte

Um die Januarmitte werden die Krippen am Krippenweg normalerweise abgebaut, in diesem Jahr natürlich ohne Abschlussfeier. Ich hatte eine kleine Krippe mit Laterne auf den Tisch am Lapidarium aufgestellt. Würde sie dort bleiben oder eher weggenommen werden? Sie blieb und es passierte etwas sehr Schönes. Als ich die Krippe abbaute, fand ich eine Klarsichthülle mit einem Gedicht darin. Von „Unbekannt“. Aber sicher war es jemand aus Fellingshausen, und es ist sehr passend zum Corona – Jahr. Wir haben uns sehr darüber gefreut. Danke, lieber unbekannter Dichter! Hier kommt der Text:

Hoffnungslicht

Das Leben bremst zum zweiten Mal.
Die Konsequenzen sind fatal.
Doch bringt es nichts, wie wild zu fluchen,
bei irgendwem die Schuld zu suchen.
Denn solch wütendes Verhalten
wird die Menschheit weiter spalten,
wird die Menschheit weiter plagen
in diesen wahrhaft dunklen Tagen.

Viel zu viel steht auf dem Spiel.
Zusammenhalt, das wär´ ein Ziel.
Nicht jeder hat die gleiche Sicht,
nein, das müssen wir auch nicht.

Die Lage ist brisant wie selten,
trotz allem sollen werte gelten
und wir uns nicht die schuld zuweisen,
es hilft nicht, wenn wir uns zerreißen.

Keiner hat so weit gedacht,
wir haben alle das gemacht,
was richtig schien und nötig war.
Es prägte jeden, dieses Jahr.

Für alle, die es hart getroffen,
Lasst uns beten, lasst uns hoffen,
dass diese Tage schnell vergeh´ n
und wir in bess´ re Zeiten seh´n.

Ich persönlich glaube dran,
dass man zusammen stark sein kann.
Für Wandel, Heilung, Zuversicht
zünd´ mit mir an
ein Hoffnungslicht.

Quelle: Unbekannt